Archiv für Juni 2006

Ergänzung zu „Wider dem Deutschlandwahn“

hach jetzt hab ich doch die Stellungnahme von dem Vorsitzende der Linksfraktion.PDS im Sächsischen Landtag, Prof. Dr. Peter Porsch zu dem „skandalösen“ Aufruf von Julia Bonk, Deutschlandfahnen gegen Anti-Nazi-Tshirts kostenlos einzutauschen gefunden…

Her Porsch stellt gütig fest, dass „als Linke die übertriebene Kommerzialisierung des Fußballs“ kritisieren kann udn auch dürfte, vielen Dank Herr Porsch…
Jedoch ist er der Überzeugung, dass „die Fahnen aber stehen für die nichtkommerzielle Komponente der Weltmeisterschaft“ würden und wohl somit genau den Geschmack der Linkspartei zu treffen scheinen, denn der Schluss scheint bei dieser Argumentation zu sein:
Was unkommerziell ist, ist gut.


Deutsche Fans feiern…

„Wer Schwarz-Rot-Gold angreift, muss im Übrigen wissen, dass diese Farben von Anfang an Verfassungsstaat und Emanzipation von Willkürherrschaft von Dynastien symbolisierten, wohlweislich haben deshalb die Nazis diese Farben nie verwendet.“

Dies ist mein persönlicher Lieblingssatz.
Er wäre geradezu witzig, wenn er nicht einen breiten Konsens der deutschen Gesellschaft widerspiegeln würde.
Denn Schwarz-Rot-Gold als Zeichen gegen „Emanzipation“ und „Willkürherrschaft von Dynastien“ sind der blanke Hohn.
Denn die Farben schwarz-rot-gold erlangten ihre „Derühmtheit“ zuerst durch die Burschenschaft, speziell die Urburschenschaft an der Universität Jena, und wer der Überzeugung ist Burschenschaft, also reaktionären Männerbünden, emanzipatorisches Streben zuzuschreiben, der zeigt eher „weltfremde Arroganz“.
Verwiesen sei auf den guten Artikel von der Gruppe Antifa Aktion&Kritik, welcher am Ende dieses Artikels angehängt ist und im Reader der Gruppen Antifa Aktion & Kritik, redical M, A.L.I. und Gruppe Gegenstrom, sowie von EInzelpersonen „Werte, Wichs und Waffenbrüder“ zu finden ist.
(mehr…)

Zapfenstreich in Lüneburg

In bester deutscher Tradition wurde am 28.6.06 in Lüneburg ein Gelöbnis mit anschließenden Zapfenstreich durchgeführt.
Schon bei der Probe wurden im Vorfeld eine Person mit auf die Wache genommen und anderen, die die Probe nach Auffassung der Polizei „störten“ wurden mit Platzverweise für den Tag des Gelöbnises belegt.

Am Mittwoch selber war dann 80% des
Marktplatzes voneiner Gitter-Tarnnetz-Kombi
abgesperrt und ein relativ großes Aufgebot
an Bereitschaftspolizisten irrte durch die
Gegend. Hinter dem Rathaus standen die
Gelöbniswilligen herum, trugen z.T. ihre
Stahlhelme zur Schau und vermeintlich
interessierte Passanten, welche aber eher
nicht vorhanden waren, durften die 2
Schützenpanzer angaffen. Vorbei laufende
Antifas, die nicht in Uniform oder biderer
Bürgerkleidung passierten wurden prompt
von Zivis/Bundeswehrfreunden mit
Kommentaren wie „Zeckenkombo“ und
ähnlichem bedacht.

Gegen 22Uhr begann das Spektakel
dann, vor einem aus Rentner,
Bundeswehrfamilienangehörigen und ca.
15 bis 20 Nazis bestehenden Publikum
(sowie einigen subversiven Antifas), mit
einer völlig peinlich Cheerleader Performance
des örtlichen Footballteams. Dann war
längere Zeit erstmal gar nichts…
Nach einiger Zeit maschierten dann einige
Rekruten ein, Personen die sich dadurch
zu „Begeisterungsanfällen“
hingerissen fühlten und laut rufend dem
Spektakel folgten wurden brutal entfernt, so
dass 2 Aktivisten verletzt wurden.
(mehr…)

Wider dem Deutschlandwahn

Dass vielleicht nicht alle die WM und speziell den deutschnationalen Taumel toll finden entdecken nun auch einige Zeitungen für sich.
Als Beispiel darf das Schanzenviertel, Lieblingsobjekt der links-alternativen Presse, in Hamburg.

So berichtet die Taz am heutigen Dienstag unter dem Titel „Deutschland an der Wand“ über die antinationalen Umtriebe im Viertel.
Besonders bedacht wird dabei das Gerüst am Schulterblatt Nr. 80 an welchem eine riesige BRD-Fahne von der Gerüstbaufirma Peters aufgehangen wurde.
Schon dem Hamburger Abendblatt fiel die Umgestaltung dieser am Samstag (24. Juni 2006) auf und titelte „Patriotischer Wettstreit auf der Schanze“. Das Abendblatt stellte fest, dass die Plane „eines der größten Deutschland-Symbole bezeichnet werden, die während der WM im Lande flattern“ und man erfährt, dass die Firma rk-Planen auch den Elbtunnel in das „endlich nicht mehr peinliche“ Schwarz-Rot-Gold hüllte, der Chef selbiger Björn Zachert äußerte dazu „Wir fanden es einfach eine nette Idee, jetzt zur WM.“. Jedoch wurde diese „nette Idee“ netter Weise verändert, und so zierte der Spruch „Patrioten sind Idioten“ die Plane.


(mehr…)

This „godless“ Communism…

Das Internet ist immer wieder eine Fundgrube für allerlei Kurioses und Lustiges…
So auch diesmal, ein antikommunistisches Comic der Catholic Guild mit dem Titel „Treasure Chest: „This Godless Communism“" aus dem Jahr 1961.
Das AHC (The Authentic History Center) schreibt dazu:

Treasure Chest was a monthly comic book published by the Catholic Guild from 1946 to 1972. Each issue featured several different stories intended to inspire citizenship, morality, and patriotism. In the 1961, volume 17 number 2 issue, the story „This Godless Communism“ began. It continued in the even numbered issues through number 20. The entire story is presented here.

Zu lesen ist das ganze hier

Ergänzung:

Hab mir heute überlegt das ganze mal als zip Archiv zu uploaden, so kann man an dem ganze nauch offline seinen Spaß haben und hat alle Seiten auf einmal und muss nicht mühselig alle Seiten einzeln ziehen.

Download (5.8MB)

Michael Heinrichs „Einführung in die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie“

Am 4.Februar 2006 hielt Michael Heinrich, Redaktionsmitglied von PROKLA (Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft), Autor von „Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung“ (Stuttgart 2004), „Die Wissenschaft vom Wert“ (3. Aufl., Münster 2003), sowie zahlreicher Aufsätze zur Marxschen Theorie und zur aktuellen Entwicklung des Kapitalismus, einen Vortrag mit dem Titel „Kapitalismuskritik – Einführung in die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie“ bei der Veranstaltung „Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie“ der Gruppe Eiszeit.
Den äußerst guten und interessanten Vortrag sowie die anschließende Aktion kann man netter Weise downloaden.

Referat „Kapitalismuskritik – Einführung in die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie“
(mehr…)