Zu Gast bei „Freunden“?

So langsam scheint die Fassade des WM Mottos doch ein bsichen zu bröckeln, denn die Übergriffe häufen sich, auch wenn die Organisatoren immer wieder durch Aktionen wie folgende zu übertünchen:



In Hamburg wurde ein zwölfjähriges Mädchen von dem 36 Jahre alten Andreas B. vor dem WM-Spiel Argentinien vs Deutschland vergewaltigt.
Er wurde in der letzten Nacht verhaftet.
(Quelle: Hamburger Abendblatt vom 6. Juli)

Übegriffe nach dem Halbfinalaus:

Zu einer Massenschlägerei mit rund 200 Beteiligten kam es in Zweibrücken. Die Polizei verhaftete nach dem Zwischenfall an einer zentralen Bushaltestelle 12 Personen und sprach knapp 200 Platzverweise aus. Ernsthaft verletzt wurde aber niemand.

In Frankfurt, wo am Main sowie im WM-Stadion über 100 000 Personen das Spiel auf Grossleinwand verfolgten, nahm die Polizei vorübergehend 30 Personen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen leichter Körperverletzungen fest.

Im ostsächsischen Hoyerswerda haben nach der deutschen Niederlage etwa 150 Randalierer erheblichen Sachschaden angerichtet. In der Innenstadt gingen Papierkörbe in Flammen auf und zahlreiche Flaschen zu Bruch.

In Berlin gab es 45 Festnahmen wegen Beleidigung, Körperverletzung und Drogen gegeben. Drei Deutsche wurden festgenommen, weil sie den Hitler-Gruss zeigten.
Ein enttäuschter Fan attackierte laut Polizei im Berliner Stadtteil Zehlendorf den Fahrer eines Nachtbusses und schlug ihm eine Flasche auf den Kopf. Der verletzte Busfahrer verlor die Kontrolle über das Fahrzeug und rammte anschliessend ein Auto.

Etwa 25 frustierte Fans haben in Quedlinburg im Harz ein italienisches Restaurant attackiert und dabei Tische und Stühle umgeworfen.

Die Polizei verhinderte weitere Übergriffe ebenso wie im nördlichen Sachsen-Anhalt, wo in Stendal etwa 40 Personen zu einem italienischen Eiscafe gezogen waren.

In Magdeburg wurde der Wirt eines italienischen Restaurants bei einer Rangelei leicht verletzt. Zuvor hatten Randalierer die Blumenkästen an der Gaststätte umgekippt.

(Quelle: http://www.baz.ch/)

In Bayern gerieten enttäuschte Deutsche und feiernde Italiener immer wieder aneinander. Es wurden Mülltonnen und Blumenkübel umgeworfen und Verkehrsschilder beschädigt.

In Amberg wurde eine Pizzeria mit rohen Eiern beworfen.

In Erlangen musste ein Polizist in einer Klinik behandelt werden, weil er von einem 23-Jährigen in die Nase gebissen wurde.

Im fränkischen Burgkunstadt verletzten zwei Männer einen Italiener.

In Ingolstadt sprang ein 18-Jähriger aus seinem Wagen, verprügelte mehrere Passanten und würgte eine Polizistin.

In München wurden 34 Personen wegen kleinerer Delikte wie Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung festgenommen.

Zu kleineren Schlägereien unter enttäuschten Fans kam es auch in Dortmund. „Eine Mischung aus Hitze, Alkohol und Emotionen kam da zusammen“, sagte ein Polizeisprecher. 40 Personen kamen in Gewahrsam. Auch auf der Kölner Fan-Meile musste die Polizei bei Schlägereien eingreifen.

In Karlsruhe und Stuttgart wurden 13 Randalierer vorläufig festgenommen.

Bei Handgreiflichkeiten in Calw und Nagold in Baden-Württemberg wurden mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt. So wurde ein 32 Jahre alter Mann von seinem Kontrahenten über ein Brückengeländer geworfen. Das Opfer stürzte in einen vier Meter tiefer fließenden Bach und zog sich einen Wirbelbruch zu. Zwei Männer wurden krankenhausreif geschlagen.

In Cuxhaven warfen 200 alkoholisierte Fans leere Flaschen auf Beamte. Gegen zwei 17 und 20 Jahre alte Randalierer wird wegen schweren Landfriedenbruchs ermittelt.

In der Schweriner Innenstadt wurden ein Altglascontainer und Verkehrsschilder, Pflanzenkübel und Litfasssäulen umgeworfen. Ein Unbekannter warf die Fensterscheiben einer Straßenbahn ein.

In Magdeburg wurde bei einer Auseinandersetzung mit Fans ein Gaststätteninhaber leicht verletzt.

In Quedlinburg warfen etwa 25 Personen Stühle und Tische eines italienischen Lokals um.

In Frankfurt am Main gab es laut Polizei in der gereizten Stimmung ebenfalls „ein paar Scharmützel“ zwischen Deutschen und Italienern. Ein Deutscher wurde nach einem Tritt gegen ein italienisches Fan-Auto festgenommen. Bei einer Schlägerei erlitt ein Mann einen Kieferbruch.

In Rostock wurden Mülltonnen umgeworfen und die Türen zweier Geschäfte beschädigt. In Neubrandenburg besetzten etwa 45 meist Jugendliche den Ring. Trotz mehrmaliger Aufforderung durch Polizeikräfte den Ring zu verlassen griffen ein Teil der meist jugendlichen Täter die Polizei an. Ein Polizeibeamter wurde dabei verletzt und ein Jugendlicher musste vorläufig festegenommen werden.

(von Indymedia-Artikel zusammengestellt)

„ERFURT. […] So kam es in der Nacht zum Mittwoch inder Erfurter City zu einigen Ausschreitungen, rassistischen Äußerungen und Sachschäden. Die Polizei sprach zahlreiche Platzverweise aus und nahm zwei Männer vorläufig fest.
[…]
In der Schlösserstraße und am Fischmarkt wurden Streifenwagen der Polizei mit Flaschen attackiert und leicht beschädigt. Ein Mann wurde wegen Sachbeschädigung vorläufig festgenommen, ein weiterer, der als gewaltbereiter Sportfan bekannt sei, wegen Zeigen des Hitlergrußes, teilte der Polizeisprecher mit. Im Eiscafé Polo am Anger sowie am Restaurant Rossini am Fischmarkt ging eine Scheibe zu Bruch. Täter unbekannt.
Vor dem Rathaus hätte eine aufgeputschte Menge versucht, eine Italienfahne anzuzünden, schilderte ein Augenzeuge gegenüber TA. Die Polizei habe das aber verhindern können. Zwischen Fischmarkt und Anger habe es schlimm ausgesehen: zig umgeworfene Mülltonnen sowie Stühle von Geschäften und immer wieder Glassplitter zerborstener Flaschen.
Vor der Pizzeria Roma auf dem Anger drohte die Situation zu eskalieren. „Eine wild gewordene Horde beschimpfte die Mitarbeiter teilweise aufs Übelste mit rassistischen Parolen“, so Birgit Mittenzwey, Als sie den Chaoten entgegen trat, wurde auch sie angepöbelt und herum geschuppt. „Es war beschämend, wie sich die Deutschen gegenüber den Italienern verhalten haben.“ Die Polizei war zunächst nur spärlich vertreten und habe sich zurück gehalten. Erst als Verstärkung kam und es 20 Platzverweise hagelte, normalisierte sich die Lage wieder.“
(Thüringer Allgemeine, Erfurter Ausgabe online, 06.07.06)

Friedrichshafen
In der Nähe der Arena konnte die Polizei unter Einsatz starker Kräfte eine Eskalation noch rechtzeitig verhindern. Zwei Gruppen von rund 30 Personen standen sich gegenüber, mehrere Personen waren bereits leicht verletzt. 15 Personen aus der rechten Szene nahm die Polizei in Gewahrsam. Rund eine Stunde später zogen weitere 15 Radikale, teils vermummt und Parolen skandierend, durch die Stadt zum Bahnhof. Dort konnte die Polizei eine Konfrontation mit italienischen Fans gerade noch abwenden. Weitere zwölf Beteiligte wurden in Gewahrsam genommen.
(Südkurier vom 5.7.)

Im Erzgebirge suchten wütende Fans ein italienisches Eiscafé in Glauchau auf. Stühle wurden umgestoßen, Palmentöpfe auf die Straße geworfen. Später ließen die Unbekannten ihre Wut an Straßenschildern und Mülltonnen aus. Es entstand laut Polizei ein Sachschaden von rund 2500 Euro. In Görlitz randalierten 15 junge Leute. Sie beschädigten unter anderem die Tür einer Pizzeria sowie Schaufensterscheiben von weiteren zwei Lokalen.
(aus: Leipziger Volkszeitung)

Und die Bild macht gleich deutlich wie das Motto gemeint ist:
„Wir sind weiter schwarz-rot-gold geil… …… weil die Welt zu Gast bei Freunden ist – das gilt bis Sonntag!“

Bleibt zu hoffen, dass sich die Träume der Bildredaktion nicht erfüllen und nach dem Spiel um Platz3 und nach Sonntag es nicht zu rassitischen Übergriffen kommt…
…und sollte der Mob es dennoch versucht, heißt es „Fight Back against Fascism and Rascism!“

Ergänzung
Noch mehr Übergriffe…
siehe sammelsurium


2 Antworten auf “Zu Gast bei „Freunden“?”


  1. 1 zyjmqgtxv qtolvm 04. März 2007 um 15:28 Uhr

    ipcvrby bvgkutn jrfmh whuxqi nerysck slgnevkai hgsxvai

  1. 1 Readers Edition » Wer braucht einen neuen Patriotismus? - Kommentar Pingback am 28. Juli 2006 um 11:57 Uhr
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