Archiv für Januar 2007

HH & Nazis

Durch eine kleine Anfrage der Hamburger SPD durfte man folgendes erfahren:

„Laut einer Antwort des Senats auf eine kleine Anfrage der SPD-Fraktion sind von Januar bis November 2006 insgesamt 379 Delikte mit rechtsextremem Hintergrund verübt worden. Im Vorjahreszeitraum waren es 279. Das entspricht einem Plus von fast 36 Prozent. Die Zahl rechter Gewalttaten ist von 20 auf 27 gestiegen. SPD-Innenexperte Andreas Dressel sagte am Mittwoch: „In Hamburg wurde 2006 rechnerisch an jedem Tag eine rechtsextreme Straftat registriert.“ (Quelle)

„Bei zwei Dritteln der Taten handelt es sich demnach um sogenannte Propaganda-Delikte wie etwa Hakenkreuz-Schmierereien. Die Zahl rechter Gewalttaten stieg von 20 auf 27.“ (Quelle)

Die SPD macht jetzt auf „Aufstand der Anständigen“ und will jetzt eine „Offensive gegen Rechts“ starten. Außerdem wird an die Innenbehörde appeliert „stärker gegen Rechts vorzugehen“. Und fabuliert:

Dazu gehöre auch, dass die Behörde über juristische Möglichkeiten informiere: „Das betrifft den Saalvermieter, der ahnungslos Rechtsextremen die Türen öffnet. Das betrifft Jugendorganisationen, die Veranstaltungen gegen Rechts ungestört durchführen wollen.“

Das die Hamburger Innenbehörde an derartigen kein Interesse hat, zeigte sie erst vor kurzem in HH-Wandsbek, als sie für den Abbruch einer Infoveranstaltung über lokale Rechtsextreme sorgte, in dem sie Zutritt für einen rechten Mob aus Norddeutschen Kadern verlangte.

Der, eher bescheidene Aufruf zur NPD-Kundgebung in HH-Bergedorf:


(druff klicken für große Bilder)

aktuelle Infos auf: http://www.antifainfo.de/

Veranstaltungsreihe von Avanti:

Aktuelle Tendenzen in der rechten Szene

Veranstalter: Werkstatt 3 in Kooperation mit Avanti – Projekt undogmatische Linke

Ort: Werkstatt 3, Nernstweg 32-34, Hamburg

Dienstag 06. Februar • 19:30 h • 2 Euro
„…ein Volk steht und fällt mit seinen Frauen“ – Frauen in der extremen Rechten
Mit Anna Diegelmann

Rechtsextremismus ist keine reine Männersache. Seit Anfang der 90er Jahre gründete sich innerhalb der extremen Rechten eine Vielzahl von Frauengruppen, die ganz unterschiedliche Themenfelder bearbeiteten, von allgemeinpolitischen Schulungen bis hin zu Vermittlung von Kinderspielzeug. Welche Rolle spielen diese Gruppierungen innerhalb der Szene? Sind diese Frauen emanzipiert? Welche Rolle spielen unterschiedliche Konzepte von Geschlecht in der völkischen Ideologie? Die Veranstaltung soll diesen Fragen nachgehen und einen Überblick über Gruppen, Aktivistinnen und Arbeitsfelder geben.

Dienstag 13. Februar • 19:30 h • 2 Euro
Neofaschismus in Hamburg
Mit Felix Krebs

Nicht nur im Osten Deutschlands, sondern auch in Hamburg haben neofaschistische Aktivitäten in den letzten Jahren zugenommen. Beinahe wöchentlich findet irgendwo in der Stadt eine Naziaktion statt. Die NPD, obwohl aktuell in einer Führungskrise, hat sich in enger Zusammenarbeit mit den militanten „Freien Kameradschaften“ zur stärksten Kraft entwickelt. Zur Bürgerschaftswahl Anfang 2008 ist sie jedoch auf die DVU angewiesen. Wie vollzog sich dieser Aufstieg, wie ist der aktuelle Stand der neofaschistischen Formierung, was sind die Versäumnisse des Staates und was kann die antifaschistische Bewegung tun?

Dienstag 20. Februar • 19:30 h • 2 Euro
Neo-Nazis als Globalisierungskritiker
Mit Marika Menker und Florian Hagemeister

Die extreme Rechte in Deutschland hat in den 1990er Jahren nicht nur die sog. „soziale Frage“ (wieder)entdeckt, sondern tritt in jüngster Zeit auch als Kritikerin der Globalisierung und ihrer Folgen auf. Die NPD hat bereits angekündigt, den G 8-Gipfel in Heiligendamm zu einem ihrer Aktionsschwerpunkte 2007 machen zu wollen. Die Veranstaltung klärt über die Argumentationsmuster und -strukturen neofaschistischer Sozialdemagogie und Globalisierungskritik auf, zeigt deren völkisch-nationalistischen und auf die Verherrlichung von Arbeit gerichteten Kern und gibt Anregungen zu Gegenaktivitäten.

Dienstag 27. Februar • 19:30 h • 2 Euro
Odin, Thor und rechter Lifestyle
Mit Andreas Speit (Sozialwissenschaftler, Journalist)

Odin statt Jesus als Bekleidungsaufdruck, Thorshammer als Tattoo, „Bibel nein Danke“ als Aufkleber. In der neonazistischen Szene sind heidnische Götter, Zeichen und Parolen nicht bloß chic. Der Style transportiert die Ideologie. Seit der völkischen Bewegung verweben Rechte heidnische Religionsvorstellungen mit extrem-rechten Ideen. Sie dienen ihnen als Letztendbegründung ihre Weltvorstellung. Von einer alleinigen Instrumentalisierung der Religion auszugehen, verengt die Bedeutung. In einer neuen Studie wird der Relevanz heidnischer Vorstellungen für rechtsorietierte Jugendliche nachgegangen. Herausgeber Andreas Speit skizziert die Entwicklung neonazistisch-heidnischer Strukturen nach 1945, reflektiert ideologisch-religiöse Theoriegebilde und zeigt deren Dimension unter rechten Jugendlichen auf.

(Mitglieder und Anhänger rechtsextremer Parteien und Organisationen wie NPD, DVU, Republikaner und der „Freien Kameradschaften“ haben keinen Zutritt zu den Veranstaltungen (nach § 6, VersG.))

Islamist mit Superkräften?!

Das Mandat zu heilen

Gambia. Präsident Yahya Jammeh galt schon immer als ein wenig exzentrisch. Die ins State House, die Residenz Jammehs, geladenen Botschafter dürften am Mittwoch der vergangenen Woche dennoch etwas überrascht gewesen sein, als der Präsident sich ihnen als Wunderheiler präsentierte. Bereits seit 1994 behandle er insgeheim Patienten, erläuterte Jammeh, und nun »habe ich das Mandat, Menschen öffentlich zu heilen«. Allerdings nicht mehr als 100 auf einmal. »Ich kann Asthma und HIV/Aids behandeln, und die Heilung erfordert eine eintägige Kur.« Jammeh betont, er sei »kein Zauberdoktor«, doch »es gibt keine Krankheit in der Welt, die nicht mit dem Koran und einigen Naturkräutern geheilt werden kann, die es in unseren Wäldern und Häusern gibt«. Auch an den Export seiner Wundermedizin denkt Jammeh bereits.

Der bizarre PR-Coup könnte ein Teil des Wahlkampfes sein. In dieser Woche wird ein neues Parlament gewählt, und Jammehs Alliance for Patriotic Reorientation and Construction kann keine allzu großen Entwicklungserfolge vorweisen. (js)

Quelle: JungleWorld

Vielleicht statt „Osama“ jetzt „Yahya“?

Termine Termine Termine…

Der Genosse Phex hat’s vorgemacht, ich mach’s nach.

Termine in HH in den kommenden Tagen:

25. Januar 2007
Donnerstag: Dies sind meine letzten Worte … Briefe aus der Shoah“
Herausgegeben im Auftrag der Gedenkstätte Yad Vashem mit einem Vorwort
von Walter Zwi Bacharach

um 19:30 Uhr Warburg-Haus Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg
Einführung von Prof. Dr. Walter Zwi Bacharach Lesung von Christine Jensen und Rolf Becker

28. 01. 2007
Sonntag: Veranstaltung des Auschwitz-Komitees zum Jahrestag der
Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitzd urch die Rote Armee am 27.
Januar 1945

um 13.00 Uhr im Polittbüro Steindamm 45, 20099
Hamburg (Nähe Hauptbahnhof/ U-Bahn Lohmühlenstraße)Eintritt frei!

Dokumentarfilm »Frankreichs fremde Patrioten« Deutsche in der
Résistance 53 min., Regie: Wolfgang Schoen, Frank Gutermuth, Deutschland
2005, arte/SWR zur Erinnerung an Peter Gingold (1916-2006).

Anschließend:»Bewaffneter Widerstand jüdischer Kommunisten in
Frankreich« Max Tzwangue berichtet aus seiner Zeit bei der FTP-MOI und
von seinem Leben im Nachkriegs-Frankreich

*Donnerstag, 11.01.2007, 9.00 – 18.00 Uhr (werktags)bis Sonntag,
11.02.2007, 10.00 – 13.00 Uhr (Wochenende)*

Hamburger Rathaus „Die Zeichnung überlebt …“

Bildzeugnisse von Häftlingen des KZ Neuengamme.

Eine Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

27.1.2007 Auschwitz-Befreiungstag

10:00 Uhr Dauer ca.7 h Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Sonderöffnung

14:00 Uhr Dauer ca.2 h Haupteingang Neuengamme

Jüdische Häftlinge im KZ Neuengamme.

Ein thematischer Rundgang mit Leonie Güldenpfennig.


Bilduntertitel: „Hinter dem Zaun begrüßen Gefangene des KZ Auschwitz-Birkenau ihre Befreier. Diese finden etwa 7000 Überlebende vor – und Überreste von mehr als einer Million Ermordeter.“ Quelle: Morgenpost

Gesuche…

Joa suche ein paar „Sachen“:
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Zuerst suche ich eine hochaufgelöste Version von diesem Bild:

Bzw. über Informationen ob es davon Plakate gab/gibt. Falls dieses nicht würde ich mich über hochaufgelöste Bilder oder Scans, von Besitzern der Titanicausgabe wo dies die RÜckseite der Zeitschrift zierte freuen.

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Der zweite Suchaufruf gilt Texten/Flyern/Readern zu folgenden Thema(en):
- Anti-Anti-G8
- Anti-Globalisierungsbewegung-Kritik
- in Bezug auf die Themen Kritik und Darstellung von (vermeintlicher) linker Kapitalismuskritik
- Texte zum Thema Rechte, Rechtsradikale, Nazis und Neonazis zum Thema G8, Globalisierungskritik und Antikapitalismus

folgende Texte habe ich schon:
„It’s your Heimspiel – Deutsche Linke vs. Führer der Welt“
„… ums Ganze! Smash Capitalism. Fight the G8 Summit.“
„Who the fuck is Heiligendamm?“
„G8-Saison in Deutschland: im Gruselkabinett der Weltverbesserer“
„Unser Nein ist das Ja zum Nichts des Ganzen“
Jungle World:
„Ein anderer Protest ist nicht möglich“
„Dabeisein ist nicht alles“
„Der Hype des Jahres“
„Die arachische Bejahung“
„Und jetzt alle!“
Michael Heinrich
„“Entfesselter Kapitlaismus“? – Zur Kritik der Globalisierungskritik“
„Lahme Politik, undemokratischer Markt“

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Ich bedanke mich schonmal im voraus für alle Hinweise etc :)

Eigentlich…

…ist , jedenfalls glaube ich das, alles nicht so schlimm.
Aber irgendwie kommt es mir momentan so vor, als würde um mich rum nicht viel produktives passieren, ich langweile mich, muss mal wieder ein (Fsj-)Seminar über mich ergehen lassen und auch sonst…
Fsj-Seminare sind irgendwie so eine Freakshow für sich. Personen zwischen 17 und 23 die meist sehr merkwürdige, aber auch super langweilige Verhaltensmuster aufweisen. Der Großteil ist auf jeden Fall Arbeitsfetischistisch veranlagt und freut sich anscheind darüber endlich arbeiten zu können/dürfen.
Als Mensch mit einer tiefverwurzelten Abneigung gegen Lohnarbeit und frühen Aufstehen fühle ich mich immer wieder als Alien unter diesen Personen.

Immerhin bin ich momentan ausreichend mit Büchern versorgt und kann so die aufkommende Langeweile bekämpfen.
Currently Reading:


„Exklusive Solidarität – Linker Antisemitismus in Deutschland“ aus dem Metropol Verlag

trivialer Ausgleich:


„Icewind Dale Trilogie“ von R. A. Salvatore

Upcoming Action in HH:

Nazikundgebung am 10.2. in Bergedorf verhindern/stören/etc

am 10.2. will der klägliche Haufen der NPD bzw. der Anja-Zysk-treue Flügel in Bergedorf eine Kundgebung gegen „Multi-Kulti und Moschebau“ in HH-Bergedorf durchführen.

Dagegen finden am 10.2. mehrere Kundgebungen/Demo statt:

Demo ab Bahnhof Bergedorf, Ausgang Weidenbaumsweg
10Uhr Auftaktkundgebung – 10:30 Demobeginn

Infos zu den Kundgebungen folgen die Tage…
Der (eher klägliche) Aufruf ebenfalls…
Infoveransaltung im Antifa Cafe

Aktuelle Infos über: www.antifainfo.de www.avanti-projekt.de

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Hamburg. Die von Rechtsextremisten organisierte Kundgebung gegen den Bau einer Moschee in Hamburg-Bergedorf am 10.02.2007 ist heute von der Hamburger Polizei verboten worden, wie in einem rechtsextremen Internetforum mitgeteilt wurde. Die geplante Kundgebung war Auslöser des erbitterten innerparteilichen Streits in der Hamburger NPD gewesen.
[…]
Nachdem sie im NPD-Landesvorstand mit dem Demo-Plan gescheitert war, hatte Matthias Faust, NPD-Mitglied ohne Parteifunktion und früheres REP-Mitglied, die Kundgebung als Privatmann angemeldet. Im Laufe der innerparteilichen Schlammschlacht war auch Faust mit einem Parteiausschluss-Verfahren durch seinen Kreisverband Eimsbüttel/Nord bedacht worden.

Nach Angaben des Hamburger Neonazis Christian Worch will Faust das polizeiliche Verbot der Kundgebung anfechten.

Vollständiger Artikel bei Redok

Das die Demo doch stattfinden wird, ist wie immer bei derartigem Verbotsgespiele sehr wahrscheinlich…

Sonstiger wichtiger Demotermin im Februar in Dresden