Alles was ich will.. ist nichts mit der IL zu tuen haben

Better be there!

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Tim Laumeyer von der ALB spricht für die Interventionistische Linke IL im Interview mit Radio Corax aus Halle.


Dauer: 16:32 min
Download/Stream unter http://www.freie-radios.net/
(Geklaut bei Place2Be.)

Nach der Distanzierung von IL von den „Krawallen“ am Samstag durch eben diesen Tim Laumeyer, gibt es jetzt auf der einen Seite nur Peinliches, auf der anderen Seite Erschreckendes, aber auch ebenso Befürchtetes.
*Update* Anscheind weiß die IL nicht so genau was sie selebr so von sich gibt, bzw ihre Mitglieder, jedenfalls kann man folgenden Auszug aus ihrer Presseerklärung so werten:

In den letzten Tagen haben im Minutentakt Pressegespräche stattgefunden. Nicht alles was geschrieben wurde, wurde auch so gesagt und andere Äußerungen waren dem Umstand geschuldet, dass Leute rund um die Uhr unter den Polizeihubschraubern den aufgeregten Pressevertretern Rede und Antwort gestanden haben.

Higlights aus dem Interview
Tim-Fragmente:

Warum habt ihr euch für eine Mobiliserung nach Heiligendamm und nicht nach Schwerin entschieden?
Tim: *hehe* Weil wir uns für die relevanten politischen Fragen interessieren.

„Der G8-Gipfel als Ganzes ist nicht legitim.“

„Diese linken Interviews sind viel anstrengender als bei der Bildzeitung zum Beispiel.“

„Es gibt keine antisemitischen Tendenzen.“

„Da mag es auch antisemitische Äußerungen geben, aber das sind sozusagen nicht die zentralen politischen Probleme bei Bündnisarbeit.“

Wenn irgendwelche Kirchenheinis sagen, „Die Apartheit in Israel muss beendet werden“, dann könnt ihr damit auch gut leben?
„Können wir mit leben.“

„Man muss sich nicht mit jeder Sektengruppe beschäftigen.“ (zur Verbannung des UmsGanze-Bündnis-Block hinter den Palästinablock)

Die ALB lädt einen noch weiter zum Gruseln ein, wenn man deren Presseerklärung zum Samstag ließt:

Die symbolische Zerstörung von Schaufensterscheiben einer Bank ist eben eine Form der Artikulation von Opposition zum bestehenden System, die zudem weltweit verstanden wird.

Ohne der ALB und der IL generell antisemitische Denkmuster unterstellen zu wollen, stellt sich trotzdem wie man auf derartigen Mist kommt…
Jegliche Auseinandersetzungen der letzten Jahre um eine adequate Kapitalismuskritik und die Kritiken an der AntiGlobalisierungsbewegung scheinen bei der ALB nicht angekommen zu sein.
So kann man sich hier zum Beispiel nicht mal die Frage stellen, wieso ausgerechnet Banken angegriffen werden, wenn zum Gipfelhopping geladen wird.
Das Bündnis mit Gruppen wie Attac scheint kein strategisches zu sein, sondern offenbar wird, dass die Kritik Attacs an der Globalisierung (von Kapitalismus redet Attac ja grundsätzlich nicht) die sich auf die Finanzsphäre des Kapitalismus beschränkt und die Bösartigkeit von z.Bsp. Hedgefonts moniert auch in Kreisen der ALB geteilt wird.
Der Zusatz „zudem weltweit verstanden wird“ lässt vermuten wo man sich verortet.
Dort wo Banken und als amerikanisch identifizierte Konzernniederlassungen angegriffen werden und dies als Angriff auf DEN Kapitalismus verstanden wird…

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Prophezeites Bild:

(Bild-Quelle)


4 Antworten auf “Alles was ich will.. ist nichts mit der IL zu tuen haben”


  1. 1 AABNull 06. Juni 2007 um 23:43 Uhr
  2. 2 Marek Möhling 10. Juni 2007 um 2:50 Uhr

    Welche Lobby mag das sein, die der Herr mit dem Stirnband des stolzen Dschahids in die Schranken weisen will? Mir wird übel…

  3. 3 marcuse 13. Juni 2007 um 16:13 Uhr

    …und ich dachte die junkies wären bei der top…dem ist wohl nicht so…

  4. 4 timquiz 14. Juni 2007 um 13:17 Uhr

    das große tim laumeyer quiz:

    1. Die Demonstration:

    01. Wir haben gewisse Vorkehrungen verschlafen.

    a) Manfred Stenner, Friedenskooperative, Demonstrationsleitung Welt, 4.06.
    b) Tim Laumeyer
    c) Konrad Freiberg

    Antwort a ist richtig.

    02. Zum Ende der Demo ist die Situation aber in einem Maße eskaliert, wie wir dies nicht wollten und ausdrücklich verurteilen.

    a) T.O.P. Berlin
    b) Tim Laumeyer, JW, 5.6.
    c) Monty Schädel

    Antwort b ist richtig.

    03. Wir dürfen aber nicht alles auf die Polizei schieben.

    a) Tim Laumeyer, IL, Berliner Zeitung, 5.6.
    b) Claudia Roth
    c) Werner Rätz

    Antwort a ist richtig.

    2. Die Gewalt:

    04. Die Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen.

    a) Angela Merkel, Welt 4.06.
    b) Tim Laumeyer
    c) Axel Falkenberg, KAVALA

    Antwort a ist richtig.

    05. Es war eine Situation, in der keine Worte mehr halfen.

    a) Axel Falkenberg, Pressesprecher der Sondereinheit Kavala.
    Welt, 4.6.
    b) T.O.P. Berlin
    c) Tim Laumeyer

    Antwort a ist richtig.

    06. Militanz heißt, nicht noch die andere Wange hinzuhalten, sondern auch mal zurückzuschlagen. Das wird in den kommenden Tagen sicher passieren. Und das ist auch gut so.

    a) Michael Kronawitter, JW, 5.6.
    b) Heiner Geissler
    c) Tim Laumeyer

    Antwort a ist richtig

    07. Wenn mich einer anfasst, dann schlage ich zurück – und wenn es ein Polizist ist, dann schlage ich zurück.

    a) Hooligan von HANSA Rostock
    b) Heiner Geissler, ehemaliger CDU-Generalsekretär, jetzt Attac-Mitglied, TAZ, 5.6.
    c) Tim Laumeyer

    Antwort b ist richtig.

    08. Die Randalierer waren nur eine kleine Minderheit. Wir wollen keine Gewalt.

    a) Monty Schädel
    b) Werner Rätz
    c) Tim Laumeyer, Mopo, 4.6.

    Antwort c ist richtig.

    09. Pflastersteine sind keine politischen Argumente.

    a) Hugo Müller-Vogg, BILD, 5.6.
    b) Tim Laumeyer
    c) Axel Falkenberg, KAVALA

    Antwort a ist richtig.

    3. Die Autonomen:

    10. Es war eine wilde Mischung aus Hooligans, Jugendlichen aus der Gegend und Leuten aus dem Ausland.

    a) Christoph Kleine, IL, WELT, 4.6.
    b) Tim Laumeyer
    c) Axel Falkenberg, KAVALA

    Antwort a ist richtig.

    11. Wenn einer ankommt, mit Kapuze und Palästinensertuch vor dem Gesicht, dann sagen wir dem, er ist unerwünscht.
    a) T.O.P. Berlin
    b) Peter Wahl, Attac, Junge Welt, 5.6.
    c) Tim Laumeyer

    Antwort b ist richtig.

    12. Wir haben in den letzten Jahren auf G8 konzentriert hingearbeitet. Hier wollten wir linke Politik sichtbar machen und die Autonomen aus der Gewaltecke rausholen.

    a) Tim Laumeyer, IL, Berliner Zeitung. 5.6.
    b) Werner Rätz
    c) Pedram Shayar, Attac

    Antwort a ist richtig.

    13. „… Auf der anderen Seite sollte nicht vergessen werden, dass es in der linksradikalen Szene in der Tat auch Protagonisten gibt, die Strassenschlachten, „Entglasungen“ und ähnliches als politische Ausdrucksform für richtig halten.“

    a) Tim Laumeyer, JW, 5.6.
    b) Monty Schädel
    c) Franz Josef Wagner, Bild

    Antwort a ist richtig.

    14. Die Polizei hat wahllos zugeschlagen.

    a) Wolf-Dieter Narr, Komitee für Grundrechte und Demokratie
    b) Michael Kronawitter, ALB
    c) Tim Laumeyer, IL, Hamburger Morgenpost, 4.6.

    Antwort c ist richtig.

    4. Das individuelle Befinden:

    15. Es geht mir schlecht.

    a) Christoph Kleine IL, Welt, 4.6.
    b) Tim Laumeyer
    c) Einsatzleiter der 23. Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei

    Antwort a ist richtig.

    16. Die Stimmung ist gut.

    a) T.O.P. Berlin
    b) Lea Voigt, Block G8, Junge Welt, 5.6.
    c) Tim Laumeyer

    Antwort b ist richtig.

    17. Mir geht es gut, ich bin kein Polizist.

    a) Franz Josef Wagner, BILD, 5.6.
    b) Tim Laumeyer
    c) T.O.P. Berlin

    Antwort a ist richtig.

    5. Bündnispolitik:

    18. Wir wollen euch nicht sehen, wir wollen euch nicht haben.

    a) Peter Wahl, Attac, NDR, 4.6.
    b) Tim Laumeyer
    c) Tocotronic

    Antwort a ist richtig.

    19. Den Leuten, die die Zusammenstößen am Samstag vom Zaun gebrochen haben, haben wir jedenfalls gesagt, dass wir sie nicht dabeihaben wollen.

    a) Tim Laumeyer, Berliner Zeitung, 5.6.
    b) Monty Schädel
    c) Claudia Roth

    Antwort a ist richtig.

    20. Man darf mich hassen, solange man mich fürchtet.

    a) David Beckham
    b) T.O.P. Berlin
    c) Tim Laumeyer

    Antwort a ist richtig.

    21. Es hat nicht wenige mit klammheimlicher Freude berührt, Berliner Polizisten auch einmal rennen zu sehen.

    a) Michael Kronawitter, JW, 5.6.
    b) Tim Laumeyer
    c) T.O.P. Berlin

    Antwort a ist richtig.

    22. Ich werde oft beschimpft und sogar bedroht.

    a) Nadine, BILD-Montagsmädchen, 4.6.
    b) Tim Laumeyer
    c) Harald S., Mitglied einer Berliner Einsatzhundertschaft

    Antwort a ist richtig.

    23. Nach dem Gipfel: wir sind nur noch zwanzig Leute.

    a) Zugführer der 23. Einsatzhundertschaft
    b) TOP Berlin
    c) Tim Laumeyer, Interventionistische Linke

    Antwort b ist richtig.

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