On and on…

verdammt, da bin ich aftershow doch knapp unterlegen

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Das Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung an der Uni Bielefeld hat ne ganz interessante Studie während des G8-Gipfels durchgeführt.

Die Soziologen und Demografen der Uni Rostock und die Bielefelder Jugendforscher sind mit ihrem Projekt „Motivstrukturen jugendlicher Globalisierungsgegner“ zwar noch nicht vollständig fertig, doch liegen jetzt – nur einen Monat nach den Protesten und Befragungen – erste repräsentative Ergebnisse vor. Die Forschung fand zielgenau im Echtzeit-Modus statt, während der Aktionstage in den Camps, sowie bei der Auftakt- und Abschlussveranstaltung.

Neben dem ganzen Rumgeheule, dass die heutige Jugend so unglaublich gewaltfreundlich wäre, gibt es auch nen paar ganz interessante Feststelltungen:

Für alle Befragten stehen klar politische Ziele im Vordergrund. „Zwar wird die Teilnahme an der Demonstration auch genutzt, um neue Erfahrungen zu sammeln, Spaß zu haben und neue Leute kennen zu lernen“, heißt es in der ersten Auswertung. Dies seien aber sekundäre Gründe. „Es geht hauptsächlich gegen eine Form der Globalisierung, als deren Konsequenz Armut und Unterdrückung der dritten Welt gesehen wird und Perspektivlosigkeit als Folge der Dominanz ökonomischer und politischer Macht.“

Die Masse der Demonstranten am Zaun vor Heiligendamm ist überdurchschnittlich gebildet. 70 Prozent gehen noch zur Schule oder studieren. Sander: „Dies spiegelt sich auch in den Elternhäusern der Jugendlichen wieder. 52 Prozent der Väter und 47 Prozent der Mütter haben einen Hochschulabschluss.“
Die Demonstranten von Heiligendamm gehören mithin nicht zu den Verlierern der Globalisierung, dennoch geben 88 Prozent als Motiv ihrer Teilnahme „Perspektivlosigkeit“ an. Projektmitarbeiter Matthias Witte erklärt das so: „An den Globalisierungsprotesten beteiligen sich vor allem die Jungen der Mittelschichten, aber auch ihre Eltern, die Angst vor dem sozialen Abstieg ihres Nachwuchses haben.“

Jugendforscher wie er und der Bielefelder Arne Schäfer sprechen von der Entstehung einer „prekären Generation“, die unter einer Art „biografischem Schock“ stehe, auf den sie schlecht vorbereitet ist. Die meisten kommen aus einer heilen Welt, haben ihre Kindheit in den Wohlstandszeiten der achtziger und neunziger Jahre verbracht, mit sozial gut situierten Eltern und angenehmen Beziehungen. Mit dem Eintritt ins Berufsleben werden sie von einer härteren Realität erfasst, „erleben eine dramatische Gleichzeitigkeit von Armut und Reichtum, Abstieg und Aufstieg, Schatten- und Sonnenseiten der Globalisierung“, sagt Schäfer.

Ansonsten darf sich auch die Linke freuen:

Konnten früher Grüne oder Sozialdemokraten sich Demonstranten als Anhängerschaft zurechnen, scheinen sich die Engagierten der Gegenwart bewusst von diesen organisierten Formen der Politik abzusetzen. Sie wollen „keine vereinnahmenden Politorganisationen“, sagt Jugendforscher Schäfer.


(Quelle: Spiegel)
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The same procedure as every year

Achja, das Event der Hamburger linken Szene, das Schanzenfest, findet dies Jahr am: 22. September statt.

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Rückblick zum letzten Jahr.

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