To the Top

Ersmal Danke…

an die Leute die, laut der Blogsport-Statistik, dafür sorgen, dass ich auf Platz 11 der Blogsport-“Charts“ bin!
Die Top10 sind momentan: maedchenblog, just, lysis, torsun, kulinariakatastrophalia, selbstmordparty, stylepolice, fqueer, aftershow, dorfdisco.

Im linken Sumpf

Zuerst war ich doch relativ erfreut, als ich die Ankündigung für dem Jugendantifakongress ’07 im November in Berlin gelesen habe. Jedoch folgte darauf relativ schnell die Ernüchterung und die Erkenntnis, dass man sich da in bekannten Mustern mit dem Konzept Antifa auseinandesetzen wird. Denn die Veranstalter, die Jugendantifa Friedrichshain, Antifaschistische Initiative Reinickendorf, Jugendantifa Berlin und die Antifa Friedrichshain, machen schon auf der Ankündigungsseite deutlich wo sie sich positionieren. Gibt es bis jetzt nur den Aufruf und einige allgemeine Infos (das Programm ist noch nicht online), fällt folgender Abschnitt doch sofort auf:
[…]
Mitbringen: Schlafsack, Isomatte, gute Laune und Essen.
Zu Hause lassen: Nationale Symbolik jeglicher Art
Wäre man naiv und unwissend um innerlinke Debatten, könnte man den Gruppen zusprechen, dass sie in Abgrenzung zum deutschnationalen Mob, Naziscum und zur (deutsch)nationalen Linken, diesen Hinweiß veröffentlichen. Doch wenn man die Debatten der letzten Jahre mitbekommen hat, sollte klar sein, dass es um etwas anderes geht, nämlich um die Entfernung von Symbolen des Staates Israels und damit auch die Distanzierung von antideutschen Positionen.
So darf man zum einen damit rechnen, dass auf dem Kongress wohl kaum antideutsche Positionen vertreten werden sein und somit auch kaum, außer in Abgrenzung zu diesen, Teil der Diskussion sein werden. Somit wird man sich auf das Gestus „Israel sei ein Staat wie jeder andere auch“ einigen und dem Schutze der innerlinken Harmonie witmen, denn beides kann getrost zu den standard Abwehrreaktionen auf antideutsche Positionen gezählt werden.

Eine simple Antwort auf die Ansage der Veranstalter kann man von der AFA Roadmap nehmen:

[…]In der Vergangenheit gab es immer wieder formale oder implizite Ansagen (z.B. in der Form von Bitten), keine Nationalfahnen mitzuführen. Dieses Verbot richtet sich in aller Regel gegen Israel-Fahnen, oft auch gegen die der Anti-Hitler-Koalition. Diese Verbote sind für uns nicht akzeptabel. Nicht vergessen werden darf nämlich, dass die Gründung Israels Konsequenz der Verfolgung von Jüdinnen und Juden war, die ihnen nicht nur ihre bürgerliche Emanzipation versagte, sondern im Falle Deutschlands zur Massenvernichtung führte, und Israel verfolgten Jüdinnen und Juden heute als Schutzraum dient.[…] Die Ausrede, die TrägerInnen von Israelfahnen würden durch das Präsentieren der Fahne oder israelsolidarische Parolen Auseinandersetzungen provozieren wollen, ist kein Argument, sondern Teil des Problems. Es sind Israel- und JudenhasserInnen, die sich notwendig „provoziert“ fühlen oder sich gar genötigt sehen, dagegen vorzugehen. .[…]

Ironischerweise stellt sich auch die Frage, wieso nicht auch das „Modeaccessior“ Pali-Tuch auch verboten wird, denn dieses erfährt momentan eine modische Renaissance. Die Antworten darauf dürfte einfach sein:

  • durch diesen Fetzen Stoff fühlt sich innerhalb des Mainstreams der Linken in der BRD niemand provoziert
  • es wird als immernoch als „linkes Symbol“ begriffen
  • und die Ablehnung eben dieses Tuches gilt wiederum als antideutsche Position.
  • Daraufhin stellt sich die Frage, was „Spannendes“ auf dem Kongress besprochen werden soll, aber da warte ich mal lieber noch ab…

    Uni-Life

    Inzwischen bin ich ja auch im Uni-Leben angekommen bin und darf „das Elend im Studentenmilieu“ ertragen.
    Highlight war sicherlich die O-Phase an´er Uni…
    Unmengen an Studenten die unter Alkoholeinfluss nach und nach jegliche Selbstbeherrschugn verlieren und sich mit peinlichsten „Spielen“, Trinkspielen und sonstigen Absurditäten in der Öffentlichkeit blamieren.
    Monsters of Göttingen dazu:
    Warum lassen sich junge Leute zu so etwas animieren? Die Antwort scheint einfach: Neue Stadt, neue Menschen und damit verbundene Orientierungslosigkeit (daher Orientierungsphase) und Unsicherheit prägen für gewöhnlich den emotionalen Start in das Studium. Trink-, Auszieh- und Singspiele in der Öffentichkeit stellen unter dieser Vorraussetzung zwar noch immer eine unsägliche Peinlichkeit dar. Dies ist aber grade kein Fehler sondern Zweck dieser Spiele. Das gemeinsam erlebte Schamgefühl schweisst zusammen, während der reichlich ausgeschenkte bzw. verordnete Alkohol zunehmend enthemmt. Dabei kommt schnell unter die Räder der Gruppendynamik, wer keine Lust auf Alkohol hat (oder aus religiösen, medizinischen oder sonstigen Gründen keinen trinken darf) oder es aus welchen Gründen auch immer ablehnt sich in der Fußgängerzone auszuziehen, einander anzugrapschen oder schwachsinnige Liedtexte zu grölen.
    Der soziale Anpassungsdruck ist in solchen Gruppen enorm hoch und führt dazu dass sich Leute auch gegen ihren Willen für ihnen unangenehme Dinge entscheiden. Der Wille einzelner wird übergangen, damit die Leute sich kennenlernen und ein gemeinsames Erlebnis haben. Je peinlicher dieses ist, desto mehr bringt es die Leute zusammen. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass dies im Rahmen solcher Spiele nicht mehr freiwillig geschieht. Die Gemeinsamkeit wird künstlich erzeugt, das einzelne Individuum als sich frei für oder gegen etwas entscheidende Instanz verschwindet oder ordnet sich unter.

    Die O-Phase gilt dennoch für viele die dieses Martyrium in der hier nur skizzierten Form durchlaufen haben retrospektiv als ein tolles Erlebnis, bei dem sie “so einen Spaß gehabt” und “voll viele Leute kenenngelernt” haben. Warum ist das so? Dieser Effekt lässt sich erklären als eine unbewusste Strategie zur Vermeidung kognitiver Dissonanz. Darunter versteht man in der Sozialpsychologie das Unwohlbefinden, wenn das Selbstbild mit der Selbstwahrnehmng in Konflikt gerät. Ein Beispiel: Jemand hält sich für einen guten und hilfsbereiten Menschen, verweigert aber in einer bestimmten Situation eine Hilfeleistung, etwa einem Obdachlosen mit Kleingeld auszuhelfen. Die Folge ist kognitve Dissonanz. Um diese zu vermeiden legt man sich bestimmte Argumentationsmuster zurecht die das eigene Verhalten in der Situation rechtfertigen, z.B.: “Ich hatte es so eilig.” Dadurch bleibt das Selbstbild “hilfsbereiter Mensch” unberührt. Dieser Effekt führt unter Umständen so weit, dass die Realität komplett anders wahrgenommen bzw. eingeschätzt wird.

    Bezogen auf peinliche O-Phasenspiele bedeutet dies, dass das Unangenehme im Nachhinein vor allem deswegen als toll und witzig bewertet wird, weil alles andere mit dem Selbstbild eines selbstständigen, freien Individuums (für das sich die meisten von uns i.d.R. halten) in Konflikt geriete. Um nicht vor sich selbst als blöd und peinlich dazustehen wird das Erlebnis in der Rückschau zu einer tollen Sache verklärt. Abhilfe schafft hier eine realistische Selbsteinschätzung von Anfang an: Wer vor sich selbst wie vor anderen zugeben kann unsicher zu sein, Anschluss zu suchen und keine Orientierung zu haben wird auch so Gleichgesinnte finden und muss sich nicht in künstlichen Gruppenzusammenhängen der eigenen Individualität entledigen. Man sollte sich nicht zu unangenehmen Sachen zwingen lassen und einfach den Mund aufmachen wenn einem etwas nicht passt. Grade in der O-Phase. Denn es gibt genug Leute die auch keine Lust auf dieses Spetakel haben und sich nur nicht trauen sich zu weigern.

    Ansonsten kann man doch noch das eine oder andere aus dem Studium machen, auch wenn die (beschissene) Bachelor-Struktur genau das zu verhindern sucht und einen möglichst schnell in den Arbeitsmarkt integrieren will.
    (Nebenbei: Ist Bachelor-Studium Arge-Maßnahmen für Abitur-, Mittel- und Oberschichtskids?)
    So zum Beispiel zum Seminar „Antisemitismus und Holocaust“ oder bei Bassam Tibi in der Vorlesung „Islamologie und Ideengeschichte des Islam“ sein Buch, was momentan in keiner neuen Auflage existiert, günstig erstehen…
    Wer sonst interessante Vorlesungen sucht, sollte mal bei MOG „Das letzte linke Uniseminar“ schauen.

    Termine

    Mi, 24.Okt – Welcome to the Machine – alternativer Ersti-Abend
    19:30 – VG211 (campus) Göttingen
    Du bist neu in Göttingen und möchtest dir einen Überblick über die unterschiedlichen linken Gruppen und Projekte verschaffen an denen du dich beteiligen kannst? Dann komm am besten zum ‚Welcome to the machine ‘ Abend vorbei.

    Hier stellen die Gruppen sich und ihre Arbeit vor, immer auf der suche nach neuen Menschen die sich für eine emanzipierte Gesellschaft einsetzen wollen.

    (via Basisdemokratischen Bündnis + Redical[m])

    Fr, 9.Nov – Gedenken der Opfer der Novemberpogrome – Kundgebung und historischer Stadtrundgang
    Ort: Synagogenmahnmal / Julius Bremer Str. Magdeburg
    Veranstalter: Stadt Magdeburg und die jüdische Gemeinde Magdeburg

    Am 9. November 1938 kam es in Deutschland und Österreich zu den bis dahin heftigsten Ausbrüchen von antisemitischer Gewalt. Die SA, bejubelt und unterstützt von der deutschen Bevölkerung, zog brandschatzend durch die Straßen. Die Gewalt richtete sich gegen Synagogen und jüdische Geschäfte, auch Jüdinnen und Juden selbst wurden Ziel des Mobs. Im Verlauf der Ausschreitungen wurden über 7000 Geschäfte zerstört, fast alle Synagogen wurden niedergebrannt oder erheblich beschädigt. Mehr als 400 Menschen fielen der deutschen Raserei an diesem Tag zum Opfer. 30.000 jüdische Menschen wurden verhaftet und in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Wahrnehmbarer Protest oder Widerstand dagegen regte sich nicht. Am 9. November zeigte sich perfide, wie sich „ganz normale“ Menschen und Eliten im antisemitischen Terror einten: Während von der NSDAP-Elite die Anweisungen ausgegeben wurden, den Terror gegen die Jüdinnen und Juden nun ganz offen zu begehen, begleitete eine wütende, hasserfüllte Menge aktiv die SA, plünderte und mordete in manchen Gegenden noch Tage lang weiter. Mit diesem unglaublichen Akt der Gewalt wurde das fortgeführt, was sich schon mit etlichen früheren Demütigungen und Diskriminierungen gegen Jüdinnen und Juden angedeutet hatte: der offene Antisemitismus des Nationalsozialismus, der schlussendlich in der Shoa gipfelte. Auch wenn der deutschen Barbarei und damit der massenhaften, industriell durchgeführten Vernichtung mit dem 8. Mai 1945 ein vorläufiges Ende bereitet wurde, vergeht heute kaum ein Tag, an dem nicht von neuen antisemitischen Untaten berichtet werden muss… Wir rufen deshalb für den 9. November 2007 dazu auf, der Opfern der deutschen Verbrechen zu gedenken und wollen daran erinnern, dass der Antisemitismus, wenn auch in anderer Form, nach wie vor latent in der Gesellschaft vorhanden ist. Im Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome und der Shoa wollen wir an der alljährlich stattfindenden Kundgebung der Stadt und der jüdischen Gemeinde Magdeburg am Synagogenmahnmal teilnehmen. Im Anschluss an die Kundgebung lädt das Antifa Infoportal Magdeburg zu einem historischen Stadtrundgang zu Orten jüdischen Lebens und der Verfolgung ein.
    (via AG Emanzipative AntifaschistInnen + AIP Magdeburg)


    15 Antworten auf “To the Top”


    1. 1 zapperlott 18. Oktober 2007 um 8:45 Uhr

      Wenn deiner Meinung nach »antideutsche Positionen« konstitutiv aus »nationaler Symbolik« bestehen und ersteres nicht diskutiert werden könne, wenn letzteres ausgeschlossen wird, dann sagt eigentlich nur was aus über das verquerte Verständnis von politischen Positionen und deren »Diskussion«. Eigentlich drückst du doch nicht mehr aus, als dass du unter deinesgleichen bleiben willst.
      Natürlich gehts beim Fahnenverbot um ein Identitäts- und Abgrenzungsding. Nur wo ist das Zeigen von Flaggen (trotz Ideologie dahinter) denn bitte mehr als eine »Standard-Abwehrreaktion«.

    2. 2 Administrator 18. Oktober 2007 um 13:43 Uhr

      das habe ich nirgends so geschrieben.
      es geht darum, dass symbolik des israelischen staates auf dem kongress „verboten“ wird. dies führt gleichzeitig dazu, dass personen, die sich als israelsolidarisch verstehen kaum auf dem kongress auftauchen werden (da sie z.bsp. durch tragen eines buttons, vom kongress geschmissen werden könnten und außerdem, wenn man sich auf die roadmap bezieht, derartige verbote von vornherein auch nicht akzeptieren wird). das wiederum bedeutet außerdem, dass eine diskussion um antideutsche inhalte ausbleibt, bzw sogar direkt durch das verbot verhindert wird, bzw wohl auch verhindert werden soll

      und zu dem, dass ich angeblich „unter meinesgleichen bleiben will“…
      das ist mehr als lächerlich, zum einen finde ich eine diskussion über derartige inhalte wichtig und zum anderen haben ja die veranstalter das verbot ausgesprochen um ihre kuschelige szene vor antid. positionen zu schützen. fragt sich wer da unter „seinesgleichen“ bleiben will

    3. 3 tee 18. Oktober 2007 um 15:25 Uhr

      das wiederum bedeutet außerdem, dass eine diskussion um antideutsche inhalte ausbleibt, bzw sogar direkt durch das verbot verhindert wird, bzw wohl auch verhindert werden soll

      aha, weil symbole verboten werden kann also eine inhaltliche diskussion nicht stattfinden. klingt total logisch.

    4. 4 Administrator 18. Oktober 2007 um 15:38 Uhr

      „oh wunder“, dass du dich jetzt auch noch zu wort meldest…

      ich weiß ja nicht was du so als diskussionsgrundlagen siehst, aber wenn der vermeitliche diskussionspartner schon von vornherein symbole der „gegenseite“ verbietet, sehe ich keine gemeinsame mehr gegeben.
      blödes beispiel, weil nicht übertrag:
      würde der antinazi-antifa vorgeschrieben, dass sie zu einem kongress oder einer diskussion mit ihren bürgerlichen partnern nichts als antifa oder linksradikale kraft auftreten dürfen, würde sofort ein aufschrei der empörung durch die (lokale) linke gehen.

      ich jedenfalls habe keinen bock mit antifas zu diskutieren, die israelfahnen verbieten

      und mal ernsthaft, du glaubst die würden auf einem derartigen kongress eine inhatliche diskussion über antideutsche positionen führen?
      (ausgenommen den fall, dass sie das aus abgrenzungsgründen tuen würden)

    5. 5 tee 18. Oktober 2007 um 16:38 Uhr

      also das beispiel ist wirklich blöde. hat schliesslich nichts mit symbolen zu tun. oder wurde antideutschen verboten, als antideutsche aufzutreten?

      ich weiß ja nicht was du so als diskussionsgrundlagen siehst, aber wenn der vermeitliche diskussionspartner schon von vornherein symbole der “gegenseite” verbietet, sehe ich keine gemeinsame mehr gegeben.

      tja, wenn die israelische nationalflagge das symbol „einer“ antifa ist, ja dann magst du recht haben. meiner meinung nach symbolisiert die flagge aber nur eine bestimmte position (von vielen), kann daher kaum einen ganzen teil der antifa symbolisieren, sondern nur diese position in diesem diskurs themenfeld oder was auch immer. (denn es wäre ehrlich gesagt etwas arm, wenn sich die antifa nur über solidarität zu israel definieren würde – dass würde sie aber ausdrücken, wenn die flagge ihr symbol wäre)

      und mal ernsthaft, ich glaub es. zumindest teilweise. wenn es dann wie auf dem buko30 einfach nicht beachtet (d.h, quasi totgeschwiegen) wird – tja was willste machen. trotzdem wird keinem verboten, solche inhalte einzubringen. wenn andere darüber nicht diskutieren wollen, sei’s drum. die afa roadmap ist auch dazu gedacht nicht (mehr) zu diskutieren. sie verbietet verbote, allerdings auch nur in eine richtung. von daher sind mir beide positionen suspekt.

      fakt bleibt trotzdem: es handelt sich um ein nationales symbol. und da staatsantifaschismus aus guten grund nicht gern gesehen ist, fällt auch die israelische flagge unter ein verbot, welches ich als verbot auch nicht akzeptieren würde. aber wie gesagt: was verbote angeht nehmen sich beide seiten nicht viel …

      ich jedenfalls habe keinen bock mit antifas zu diskutieren, die israelfahnen verbieten

      und ich hab wenig bock mit antifas zu diskutieren, die irgendwas verbieten. aber ich tu’s trotzdem, denn nur so lassen sich evt. differenzen beilegen. da liegt wohl der unterschied. in unfehlbaren, endgültigen, dogmatischen positionen und im gegensatz dazu der reflexion auf die theoretische möglichkeit der eigenen fehlbarkeit. wer wirklich von etwas überzeugt ist, weil er/sie es für richtig hält, muss diese position auch verteidigen können und wollen.

      aber lass uns vielleicht doch keine grundsatzdiskussion draus machen …

    6. 6 katjusha 18. Oktober 2007 um 17:16 Uhr

      und mal ernsthaft, du glaubst die würden auf einem derartigen kongress eine inhatliche diskussion über antideutsche positionen führen?

      Selbstverständlich nicht. Genausowenig wie da über die Positionen der Jungen Liberalen diskutiert wird….

    7. 7 A.M.P. 18. Oktober 2007 um 17:43 Uhr

      Gehst du morgen zu dem Seminar „Antisemitismus und Holocaust“?
      Bachelorstudium bietet wirklich viele Themen. haha

    8. 8 Administrator 18. Oktober 2007 um 20:09 Uhr

      @katjusha: *gähn* sonst noch was? aber interessant das mein posting es wohl genau trifft…

      @a.m.p.: jep…

      @tee:

      wenn es dann wie auf dem buko30 einfach nicht beachtet (d.h, quasi totgeschwiegen) wird – tja was willste machen.

      dem buko auf die finger hauen

      tja was willste machen. trotzdem wird keinem verboten, solche inhalte einzubringen. wenn andere darüber nicht diskutieren wollen, sei’s drum.

      das ist genau das problem, dass, wie beim buko, derartige themen nicht beachtet werden. und da gehört interveniert (was inzwischen langsam immer sinnloser wird) oder halt dagegen agitiert und gegenkongresse und ähnliches organisiert.

      die afa roadmap ist auch dazu gedacht nicht (mehr) zu diskutieren. sie verbietet verbote

      sie verbietet keine verbote, sieht macht als statement klar, dass eine derartige politik nicht akzeptiert wird und ein gewisser standard eingefordert (nämlich das der anitsemitische/antizionsitische deutsche mob nicht mehr israelsoldiarische antifas von demos prügelt)

      fakt bleibt trotzdem: es handelt sich um ein nationales symbol. und da staatsantifaschismus aus guten grund nicht gern gesehen ist, fällt auch die israelische flagge unter ein verbot, welches ich als verbot auch nicht akzeptieren würde. aber wie gesagt: was verbote angeht nehmen sich beide seiten nicht viel

      jetzt sind wir wieder bei dem indirekten „israel ein staat wie jeder andere“ auch wenns nicht direkt ausgesprochen wird. udn darüber wirds hier keine diskussion geben.
      was willste mit „fällt auch die israelische flagge unter ein verbot, welches ich als verbot auch nicht akzeptieren würde.“ sagen? das verbot wird doch ausgesprochen?

      zu diskutieren:
      ich würde mir aber net von leuten die grundlagen für eien diskussion vorschreiben lassen, was hier so indirekt gemacht wird. bzw von vornherein deutlich gemacht wird, dass meine position nicht erwünscht ist. und ich werde auch nicht „die leute da abholen wo sie stehen“…

    9. 9 tee 19. Oktober 2007 um 14:03 Uhr

      dem buko auf die finger hauen

      da hast du mich vielleicht falsch verstanden, die buko-vorbereitungsgruppe hat diesbezüglich nichts verkehrt gemacht. es lag und liegt meistens an den teilnehmer/innen der workshops und vorträge. wenn die sich einfach nicht blicken lassen, kannste echt nicht viel machen. du hast recht, dass das einzige was mensch tun kann ist dass wer „halt dagegen agitiert und gegenkongresse und ähnliches organisiert“. nur fällt gegen ignoranz zu agitieren mit am schwersten. nicht umsonst ist sie im politischen diskurs die wohl mächtigste waffe.

      sie verbietet keine verbote, sieht macht als statement klar, dass eine derartige politik nicht akzeptiert wird und ein gewisser standard eingefordert (nämlich das der anitsemitische/antizionsitische deutsche mob nicht mehr israelsoldiarische antifas von demos prügelt)

      ja gut, dass mit dem verbieten war falsch ausgedrückt. dass die standards allerdings nur gesetzt wurden um angriffen vorzubeugen, wage ich zu bezweifeln. es sollte doch eher ein gewisser politischer standard gesetzt und so gehalten werden. was auch tw. gelungen ist, allerdings um den preis einer (insgesamt) soften eskalation.

      was willste mit “fällt auch die israelische flagge unter ein verbot, welches ich als verbot auch nicht akzeptieren würde.” sagen? das verbot wird doch ausgesprochen?

      na dass ich das verbot nicht akzeptieren würde, weil es ein verbot ist. und weil mit diesem verbot klargemacht wird, dass diskussionen darum nicht gewünscht sind. da geb ich dir ja recht. nur dass dadurch „eine diskussion um antideutsche inhalte ausbleibt, bzw sogar direkt durch das verbot verhindert wird“, da geh ich nicht mit. denn da gehören dann schon zwei dazu.
      ich kann schliesslich auch ohne palituch in’s conne island gehen und dort evt. darüber diskutieren, nur weil ein symbol verboten wird, schliesst das eine diskussion nicht zwangsweise aus. sowas sollte sich doch immer unabhängig davon beweisen. wenn sich also rausstellt, dass beim jugendantifakongress ’07 auch (antideutsche) vorträge und workshops (aktiv) verhindert werden dann ist das anzuprangern.
      alles was ich anfangs gesagt haben wollte war, dass die unterstellte kausalität nicht zum urteil werden darf, da bezüglich der inhalte nichts bewiesen ist.

      ich würde mir aber net von leuten die grundlagen für eien diskussion vorschreiben lassen, was hier so indirekt gemacht wird. bzw von vornherein deutlich gemacht wird, dass meine position nicht erwünscht ist.

      würde ich auch nicht, aber wenn es nur darum geht ein symbol zu hause zu lassen, können die noch so anderer meinung sein und deutlich machen, dass meine position nicht erwünscht ist – warum sollte ich da kneifen? heisst die parole nicht „antifa heisst angriff“? wenn positionen immer nur dort diskutiert werden wo sie erwünscht sind und die konfrontation gescheut wird – ja dann versumpfen die szenen samt ihrer positionen immer mehr …

      ps: du kannst jede/n nur dort abholen, wo sie/er steht. oder sie stehenlassen.

    10. 10 kaputt 19. Oktober 2007 um 19:26 Uhr

      mit mitgliedern einer der veranstaltenden gruppen durfte ich schon mal ein einstündiges gesrpäch zum thema israel führen. hat damit geendet das israelis als kindermörder bezeichnet wurden. ziemlich aufklärungsresistente antizionisten der ganze haufen.

    11. 11 A.M.P. 19. Oktober 2007 um 20:21 Uhr

      @kaputt: welche veranstaltenden Gruppen denn?

    12. 12 kaputt 20. Oktober 2007 um 20:59 Uhr

      Die den Jugenantifakongress veranstaltenden Gruppen.

    13. 13 what?!? 25. Oktober 2007 um 12:17 Uhr

      ich muss sagen ich würde ein pali-tuch auch unter „nationale symbolik“ einordnen… und das zu hause zu lassen, dagegen hättest du doch kaum was, oder?

      ich glaube aber auch, dass auf dem kongress trotz dieses verbotes diskussionen zum thema antideutsch/ nicht antideutsch geführt werden, und bin der meinung, dass solche diskussionen in abwesenheit von symboliken (auf beiden seiten!) durchaus entspannter und konstruktiver ablaufen könnten…

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