Archiv für Februar 2008

Gesammeltes #9

Die Dialektik von Einheit und Differenz

Nachdem es von dem Buch von Sebastian Voigt schon in der letzten JungleWorld eine gute Rezension gab, gibt es nun ein sehr interessantes Interview mit dem Autor von RadioCorax.

Amerika war für viele Einwanderer ein Land der Hoffnung. Ein Land, in dem sich die kühnsten Träume verwirklichen lassen konnten, in dem man aber vor allem vor politischer Repression und religiöser Verfolgung Zuflucht finden konnte. Einwanderung hat immer auch Auswirkung auf die gesamte politische und soziale Struktur eines Landes. Und so war es natürlich auch in den Vereinigten Staaten von Amerika. Welche Auswirkungen das waren, welche besonderen Strukturen sich ergeben haben und wie das Verhältnis von Staat und Religion sowie von Staat und Individuum war und ist… darüber sprach Amanda vom Morgenmagazin auf Corax im Folgenden mit Sebastian Voigt. Er ist Mitarbeiter am Simon-Dubnow-Institut in Leipzig, im Bündnis gegen Antisemitismus Leipzig aktiv und er hält heute Abend einen Vortrag, mit dem anspruchsvollen Titel: Die Dialektik von Einheit und Differenz. Über den Ursprung und die Geltung des Pluralismusprinzips in den USA.

Dauer: 19:31 min

Download unter http://www.freie-radios.net/

Die Dialektik von Einheit und Differenz. Über Ursprung und Geltung des Pluralismusprinzips in den Vereinigten Staaten von Amerika
von Sebastian Voigt

214 Seiten
ISBN-10: 3896267167
22,80€

Wat uff die Ohren

Unter dem Titel „Rave ist kein Hobby!: Lieber die Taube in der Hand…“ gibt es einen neuen, sehr netten Mix von scheckkartenpunk.

Tracklist:

atlantis to interzone (digitalism rmx) – klaxons
drugs – felix cartal
pick your poison (jfk rmx) – mr miyagi
dooms night (laidback luke rmx) – azzido da bass
tetris (tocadisco edit) – kid dub
my head (para one rmx) – boys noize
open your eyes (surkin rmx) – spencer parker
dundun-dun mix 3 – para one
discotech (electrixx rmx) – aaren san
is you – d.i.m.
why not?! – alter ego
gutterpump – noisia
soulfreaka – philipe de boyar
lava lava – boys noize
vamp (dirty disco youth’s rave work) – outlander
the kids want maximal – dirty disco youth
vice (saint pauli extended rmx) – the floor is made of lava

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Wat uff die Ohren #2

Und von Dissidenz gibts auch nen sehr schönen neuen Mix!

„radio supremacy deluxe (upgraded version)“

Tracklist hier

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Better be there!


Amüsante bzw. peinliche „Kritik“ an der Demo…
(Rubrik ohne Worte)

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Gesammeltes #8

Sezession in Serbien

Artikel „Danke, Deutschland!“ zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovo und deutsche Interessendurchsetzung bei german-foreign-policy.com.

Mit der kosovarischen Sezessionserklärung, die unter Bruch internationalen Rechts kriminellen Elementen einen eigenen Staat verschafft, erreichen die Anstrengungen Deutschlands zur Entmachtung seines traditionellen Opponenten Serbien ihr Ziel. Belgrad hat die Kontrolle über das Territorium des ehemaligen Jugoslawien weitestgehend verloren, ist seines Zugangs zum Meer verlustig gegangen und von gegnerischen Staaten umgeben. Berlin hingegen konnte seinen Anspruch als Ordnungsmacht in Südosteuropa durch einen erneuten Krieg gegen Belgrad und die Aufspaltung des serbischen Territoriums bestätigen. Mit der gestrigen Sezessionserklärung wird nach Ansicht der Bundesregierung die „letzte offene Frage des Zerfallsprozesses von Jugoslawien (…) gelöst“.

Deutsche Israelkritiker reloaded

Eine Gruppe deutscher Akademiker hat die Bundesregierung aufgefordert, die „im Holocaust wurzelnde blinde Unterstützung für Israel“ zu beenden. Die vier Wissenschaftler nahmen am Montag an einem Diskussionsabend in der israelischen Küstenstadt Netanja teil. Sie gehören zu den 25 Unterzeichnern eines israelkritischen Manifests, das nach dem Zweiten Libanonkrieg veröffentlicht wurde.[…]

Laut der Grundsatzerklärung ist die deutsche Verantwortung gegenüber den Palästinensern „eine Seite der Folgen des Holocaust, die viel zu wenig Aufmerksamkeit erhält“. Ohne die Judenvernichtung der NS-Zeit hätte Israel nach Auffassung der Unterzeichner nicht soviel materielle und politische Hilfe aus den USA erhalten.

Das gelte auch für Unterstützung aus Deutschland, sagten die vier Israelbesucher nun gegenüber der Tageszeitung „Ha´aretz“. „Also kann nicht nur Israel Anspruch auf eine besondere Berücksichtigung durch Deutschland erheben“, so die Akademiker. „Als Deutsche teilen wir nicht nur eine Verantwortung für Israels Existenz, sondern auch für die Lebensbedingungen des palästinensischen Volkes.“ Das Manifest von 2006 stand unter dem Titel „Freundschaft und Kritik“.[…]

(Quelle: Israelnetz)

Über den deutschen Völkerrechtler Norman Paech…

…hat Lizas Welt unter dem Titel „Judenhass als Völkerrecht“ einen sehr guten Artikel verfasst.

„Judenhass als Völkerrecht“

Wie es um Norman Paech bestellt ist, den Bundestagsabgeordneten und „Völkerrechtsexperten“ der Linkspartei, wusste der unvergessene Eike Geisel schon vor fünfzehn Jahren. Als Paech (Foto) nämlich seinerzeit in der Hamburger Lehrerzeitung den Judenstaat für den Judenhass im Land der Judenmörder und ihrer Nachfahren verantwortlich machte („Israel muss sich fragen, ob seine Palästina-Politik nicht einem latenten Antisemitismus in Deutschland Nahrung gibt“) und ein entsprechendes Handeln einforderte („Dem können wir nicht entgegensteuern, indem wir schweigen“), formulierte Geisel in konkret: „Die demagogische Figur dieser Wendung hat Tradition. Es handelt sich bei ihr um eine besonders beliebte Formel antisemitischer Agitation, um die Formel vom ‚provozierten Antisemitismus’. […] Nicht vom Antisemitismus will er [Paech] [jedoch] reden, sondern von dessen Zulieferern in Israel. Der Anwalt der Menschenrechte, als der er sich versteht, präsentiert sich gerade dadurch als ein Gegner des Judenhasses, dass er die Juden beschwört, die Anlässe dazu aus der Welt zu schaffen.“ Und dass der „Völkerrechtler“ über die angebliche israelische Beihilfe zum Antisemitismus nicht schweigen konnte und kann, verdankt er einem ganz besonderen Initiationsritus: dem Pfingsterlebnis einer Israelreise.[…]

Daran merkt man, dass man in Deutschland ist…

…und im Land der Täter Antisemitismus klar präsent bleibt.

In den vergangenen fünf Jahren wurden in Deutschland nahezu jede Woche ein jüdischer Friedhof geschändet. Von 2002 bis 2006 hat die Polizei 237 Übergriffe registriert, […]

(Quelle: NPD-Blog „Antisemitismus: 235 rechte Straftaten im vierten Quartal 2007″)

„Solidarität mit den ungehorsamen Frauen im Iran, in Afghanistan und weltweit!“ in Berlin

Aufruf via cosmoproletarian-solidarity.

Hoch lebe der 8. März
der Internationale Frauentag!
Solidarität mit den ungehorsamen Frauen
im Iran, in Afghanistan und weltweit!

Demonstration am Samstag, den 8. März 2008 in Berlin,
Treffpunkt um 13 Uhr Frankfurter Tor (U-Bahn), Abschlusskundgebung bei der Gedenkstätte für Rosa Luxemburg in Friedrichsfelde!
Vor 100 Jahren am 8. März 1908 demonstrierte in New York die „Social Democratic Women’s Society“ für das Frauenwahlrecht. Bei der „Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen“ 1921 wurde schließlich der 8. März zum „Internationalen Frauentag“ erklärt, um die Bedeutung der Frauen für die Revolution hervorzuheben. Die Rebellion der St. Petersburger Arbeiterinnen und Kriegswitwen am 8. März 1917 war der Startschuss für den Sturz der zaristischen Tyrannei. Heute ist die Frauenrechtsbewegung im Iran wieder die Vorhut einer revolutionären Bewegung der Freiheit und Gleichheit. Während bedauerlicherweise weite Teile der hiesigen Linken sich in ihren ideologischen Schützengräben eingraben und Emanzipationspotenzial entweder in US-amerikanische F16-Bomber oder in eine Querfront mit den religiösen Faschisten des Politischen Islam hineinfabulieren, zeigt sich für jeden und jede, der und die projektionsfrei auf den Iran blicken, unzweifelhaft wer das Subjekt für eine fortschrittliche Perspektive ist. Die freiheitsliebende Bevölkerung des Irans bringt ihren Protest gegen das menschenverachtende Mullah-Regime Tag für Tag zum Ausdruck – auf der Straße, in den Universitäten, in den Fabriken, in Kurdistan. Trotz der Repressionen des islamistischen Regimes und ihrer Hizbollah-Bluthunde, die jede emanzipatorische Regung im Keim zu ersticken versuchen. Selbst das „harmlose“ Sammeln von Unterschriften für die gesetzliche Gleichstellung der Geschlechter wird mit Gefängnis und Folter vergolten wie zuletzt bei den Initiatorinnen der Kampagne „Eine Millionen Signaturen verlangen dass die diskriminierenden Gesetze geändert werden“. (mehr…)

Stadt im Norden

Antifa the First

Am Samstag gab es eine Demonstration unter dem Titel „Hafenarbeiter beziehen Position -Hafenarbeiter protestieren gegen den geplanten Naziaufmarsch am 1. Mai“, abgesehen von der erfreulichen Tatsache, dass es Personen gibt, welche sich unabhängig vom DGB organisieren und sich auch über ihren Arbeitskampf hinaus politisch positionieren, war absehbar, dass auf der Demo übliche unsäglich Erscheinungen wie so häufig in Hamburg zu sehen seien würden.
Aber das Wetter war gut, man hatte Lust auf einen Spaziergang und man wollte ja nicht uneingeschränkt pessimistisch sein.

Wie erwartet, war die Demo unspektakulär und ging zu großen Teil durch leere Straßen. Positiv blieben allein das Wetter und die musikalische Beschallung durch Istafari und Support.

Das ein Teil der deutschen Linken nicht mal mehr ansatzweise als progressiv und antifaschistisch bezeichnet werden können, wenn diese Begriffe noch irgendeinen Inhalt darstellen sollen, zeigte sich mal wieder auf erschreckende Weise. Zum einen entblödeten sich die üblichen Irren von Spartakist und dem B5 Umfeld nicht, israelsolidarische Antifas zu beschimpfen, zum anderen bezeichneten „Antifaschisten“ diese als Nazis und setzte Israel mit NS-Deutschland gleich. Die Steigerung bot dann die antiimperialistische, leninistisch-stalinistischen Antisemiten der Jugendgruppe „Sozialistische Linke“, welche sich zwar nicht traute sich offen zu äußern, aber begannen die Antifas abzufotografieren.

Bezeichnend, dass dies auf einer Demo passierte, welche sich laut Eigenaussage unteranderem gegen „Deutschtümelei“ und „Antisemitismus“ richtet. Jedoch wird offenbar, dass eine Demo mit einem Aufruf, in welchem Rassismus, Antisemitismus und andere regressive Ideologien nur als Herrschaftmechanismen verstanden werden und diese als Produkt von Sozialabbau zu identifizieren meint, den Kern dieser Ideologie zu begreifen nicht fähig ist. Exemplarisch steht dafür ein Satz wie folgender aus dem Aufruf: „Wer permanent vorhandene soziale Einrichtungen abbaut, trägt die Verantwortung dafür, dass Menschen entwurzeln und verzweifelt der Nazipropaganda auf den Leim gehen.“

So kann prognostiziert wird, dass die Aufrufe zum zentralen Aufmarsch der Nazis am 1.Mai in Hamburg sich erneut auf eine vermeintliche Instrumentalisierung dieses Tages, sowie obig beschriebene Analysen von Ideologien beschränken werden wird, aber da lasse ich mich auch gerne noch „überraschen“…

Nachtrag:
Die MLPD sieht die Demo von Antideutschen und böser Musik unterwandert und gestört (vielleicht doch ein Teilferfolg…):

Die antifaschistische Grundhaltung unter der Jugend wurde durch die Vielzahl junger Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Autonomen, der Antifa und Verdi-Gewerkschaftsjugend deutlich. Die hämmernde Musik oder „antideutsche“ Parolen eines Teils der autonomen Demonstranten waren dabei nicht bestimmend – aber ein solch massenfeindliches Gegenprogramm zersetzt die Überzeugungskraft im antifaschistischen Kampf und die Scheinradikalität lenkt von den Ursachen des Faschismus ab.

(Hervorhebungen im Original, Quelle: Rote Fahne News „Hamburger Hafenarbeiter protestieren gegen geplanten Naziaufmarsch am 1. Mai“)

Presse:
NDR „Demonstration gegen DVU-Veranstaltung im CCH“ 17.02.2008
Rote Fahne News „Hamburger Hafenarbeiter protestieren gegen geplanten Naziaufmarsch am 1. Mai“ 18.02.2008
Neues Deutschland „Viele Hafenarbeiter blieben zu Hause“ 18.02.2008

Antifa vs DVU + obskures Bild

Snapshot von dem Protest gegen die DVU-Wahlkampfveranstaltung im CCH in Hamburg.

Presse:
NDR „Demonstration gegen DVU-Veranstaltung im CCH“ 17.02.2008
PR-inside.com „Demonstranten stören DVU-Veranstaltung in Hamburg“ 17.02.2008
Welt „Tumulte bei DVU-Tagung im Congress Centrum Hamburg“ 18.02.2008
Hamburger Abendblatt „Friedliche Demo gegen rechtsextreme DVU“ 18.02.2008

Chillin in HH

Gesammeltes #7

Nach fast zwei Wochen, 13 Tagen um genau zu sein, kein Posting. Fürchterliche Bestandsaufnahme…
Immerhin gibt es eine gute Ausrede, körperlich geschwächt durch Grippe, war ich die letzten Tage unfähig einen vernünftigen Artikel zu verfassen.

Religionskritik?

Um das Buch „Wo bitte geht´s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel“ von Michael Schmidt-Salomon und Illustrator Helge Nyncke aus dem Alibri Verlag, welches in „“humorvolle Weise“ über die drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam aufklären“ und an diesen dadurch Kritik formulieren will, gibt es eine mehr oder weniger heftige Debatte. Primär ob oder ob nicht das Buch antisemitisch sei oder antisemitische Stereotypen an Kinder herantragen würde. Aber auch Christen fühlen sich erneut von unberechtiger und zu weit gehender Relgionskritik.
Bei Redok gibt es mit „Heidenspaß für Groß und Klein“ einen sehr guten Artikel zu der Debatte. Das Fazit zu der Debatte und der Religionskritik der Autoren trifft es ziemlich:

[…]
Eifer statt Aufklärung

Ein Projekt der Giordano Bruno Stiftung nennt sich „Leitkultur Humanismus und Aufklärung“, das sich gegen die religiöse Fundierung von Bildung und Erziehung wendet. Eine Erklärung dafür, inwieweit die Verwendung tatsächlicher Klischees vom grausamen Rachegott des christlichen Antijudaismus, billige Pfaffenkritik und die Darstellung eines muslimischen Mobs zur religionskritischen Erziehung im Sinne dieser Leitkultur taugen soll, steht jedoch seitens des Verlages, der Autoren und auch der Giordano Bruno Stiftung bisher aus.

Religionskritik dieser Machart bleibt so in den traditionellen gegenseitigen Vorwürfen und Schmähungen althergebrachter interreligiöser Konkurrenz stecken. Gefangen bleibt sie auch in der banalen Auffassung von Religion als Machwerk selbst ernannter Stellvertreter Gottes auf Erden, die um der Macht willen dem gemeinen Volk mit Schauergeschichten Angst einjagen wollen, während Gott selbst – wie im „Ferkelbuch“ – nichts weiter als ein „Gespenst“ sei.

Das Projekt der Aufklärung wird damit um keinen Deut weitergebracht. Der eifernd-missionarische Ton des „Ferkelbuchs“ gegen die Vorstellung der Existenz eines höheren Wesens zeugt von mehr Sendungsbewusstsein, als es der Überzeugung von einer Nicht-Existenz zukommen dürfte. Die Kampfansage des „Ferkelbuchs“ richtet sich dann auch letzten Endes nicht gegen die Vorstellung vom „Gespenst“ Gott, sondern gegen dessen irdische Offiziere.

Diese illustrierte Revolte gegen Angst machende Pfaffen, gegen repressive Religionsorgane ist freilich in ihrer Gesamtheit nicht antisemitisch. Die heikelste Passage des Buchs, die den beim Straftatbestand der Volksverhetzung einschlägigen Begriff von „Teilen der Bevölkerung“ betrifft, ist denn auch die Darstellung der als „südländische“ schnauzbärtige Fanatiker abgebildeten Muslime. Alles in allem ist das Buch jedoch so sehr antijudaistisch wie auch antichristlich oder antiislamisch. Antireligiöse Propaganda aber hat genauso viel Recht auf Dummheit wie jede andere Propaganda, solange sie so leicht als Dummheit erkannt werden kann. „Kinder sind weniger doof, als die meisten Eltern und Zensoren glauben“, meint der Kommentarchef der Welt Alan Posener. Seine Schlussfolgerung trifft es auf den Punkt: „Es zu verbieten wäre zu viel der Ehre.“

Neoliberalismus und Autoritärer Staat Teil I

Eine Sendereihe von JustIn Monday Productions

Vieles kann gemeint sein, wenn in aktuellen linken Debatten vom Neoliberalismus die Rede ist. Während er für die einen hauptsächlich eine Ideologie darstellt, die im Klassenkampf parteiisch auf die Seite des „Großkapitals“ steht, benutzen ihn andere als Begriff, der alle Eigenschaften des aktuellen Zustands der Welt ausdrücken soll. Etwa in der Rede von der „neoliberalen Globalisierung“. Dass er zudem auch in den Sonntagsreden von Pfaffen und Bundespräsidenten umhergeistert, legt nahe, dass damit noch längst nicht alle Bedeutungen erfasst sind. Den verschiedenen Anklagen ist allerdings gemeinsam, dass mit ihnen – entgegen der aktuellen Tendenz zur autoritären Formierung der Gesellschaft – einen „Bedeutungsverlust des Staates“ entweder feststgestellt, oder gar Bedauern darüber ausgedrückt wird. Als Einspruch dagegen soll die Rolle, die nicht zuletzt der faschistische Staat bei der Bildung der neoliberalen Theorie und Praxis spielte, in den Mittelpunkt gerückt werden

Dauer: 64:39 min

Download unter http://www.freie-radios.net/

Teil II und III folgen…