AntisemitInnen-Kundgebung zur „al Nakba“

Zum 60.Jahrestag des Staates Israel gab es neben vielen Feierlichkeiten auch die üblichen deutschen Friedensbewegten, Berufspalästinenser und Hamas-Sympatisanten, welche durch Kundgebungen und Flyeraktionen ihre Ablehnung des israelischen Staates in die Öffentlichkeit tragen.
In Hamburg hatte zum 15.5. die Gruppe Deutsch-Palästinensischer Frauenverein (DPFV) zu einer Kundgebung auf dem Ida-Ehre -Platz an der Mönckebergstraße aufgerufen. Das diese Gruppierung und ihr Umfeld, die sich die obskure Aufgabe gesetzt haben „sich für das Schicksal des palästinensischen Volkes interessieren und engagieren“ zu den üblichen Antizionisten und Antisemiten zu zählen sind, welche in Deutschland sich unter dem Titel des Dialogs, Verständnisses und Friedensforderungen verbergen, bewiesen sie selber eindrücklich. Folgender Bericht der Gruppe Emancipate! Hamburg wurde von den Indymedia-Spinnern wieder entfernt und sei deshalb an dieser Stelle dokumentiert:

Während einer „al Nakba“-Kundgebung in der Hamburger Mönckebergstraße wurde unsere Gruppe von einigen Antizionisten angegriffen. Einige Meter von der Kundgebung entfernt verteilten wir kritische Flugblätter, die offensichtlich nicht erwünscht waren.
Während wir unsere kritischen Flugblätter (siehe unten) an durchaus interessierte Bürger_innen verteilten bekamen wohl einige Kundgebungsteilnehmer_innen Wind von unserer Aktion. Daraufhin wurde uns zunächst mit der Polizei gedroht, als wir auf diese „Drohung“ gelassen reagierten gab es seitens der Kundgebungsteilnehmer_innen vereinzelt „Schubser“ und auch erste antisemitsiche und homophobe Beschimpfungen („Scheiß-Juden“,“Scheiß-Möchtegern-Juden“,“schwuler Jude“). Weiterhin versuchten wir unsere Flyer zu verteilen, woraufhin wir ausgiebig fotografiert und auch gefilmt wurden, fortwährend suchte die „Gegenseite“ den Körperkontakt. Ob der stupiden Argumetation und der massiven Aggression der genannten Kundgebungsteilnehmer_innen beschloßen wir die Aktion abzubrechen. Wobei unsere Flyer eh fast aufgebraucht waren und wir, im Gegensatz zu den genannten Personen, keinerlei „Schlägerei“ suchten.

Unsere Intention war lediglich die Passant_innen auf die fragwürdige Veranstaltung und ihre zwiespältige Sinnhaftigkeit hinzuweisen. Schockierend schien uns allein die Tatsache, dass antisemitische Gewalt und „Pöbeleien“ auf der offenen Straße von Passant_innen, wie auch Polizisten völlig ignoriert wurden. Das solche antizionistischen Zeitgenossen_innen, einer kritischen Hinterfragung lediglich sinnleere Gewalt entgegenbringen, überraschte uns hingegen kaum.

Gruppe Emancipate! Hamburg

Der verteilte Flyer der Gruppe kann auf ihrer Homepage gelesen werden.

Nur folgerichtig veranstaltet die Gruppe eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Die Palästinensische `Nakba` 1948 und die Zukunft Palästinas“ zusammen mit Prof. Dr. Norman Paech (MdB, außenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag). Herr Paech ist ein alter Bekannter, erinnert sei an den Artikel „Judenhass als Völkerrecht“ bei LizasWelt, die PM des BAK Shalom „Antizionismus in der LINKEN – Norman Paech als Außenpolitischer Sprecher untragbar!“ und aktuell ein Statement welches Ivo Bovic gefunden hatte:

„Alle Parteien – Hamas, Fatah, PFLP und PDFLP – versuchen, den Konflikt auf eine vernünftige Basis zu stellen.“

Ansonsten hat der Deutsch-Palästinensischer Frauenverein auch noch andere nicht gerade unbekannte Freunde. Die Regionalgruppe Hamburg rühmt sich damit, dass Karin Steinbrinker, die Vorsitzende, 2001 für die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ (GfbV) referierte. Die Phase2 konstatierte in der Ausgabe Phase2 09/2003 zur GFBV:

Eine der zivilgesellschaftlichen VorreiterInnen im Interesse des »Bundes der Vertriebenen« und deren revisionistischen und revanchistischen Forderungen in der Debatte um das »Zentrum gegen Vertreibung« ist die zweitgrößte Menschenrechtsorganisation »Gesellschaft für bedrohte Völker« (GfbV).

Wo dann die gemeinsamen Schnittstellen liegen kann man sich schon ausrechnen, denn die GFBV hat sehr genaue Vorstellungen wie es mit Freund und Feind steht und den „legitimen Widerstand“ kennt man hier auch:

Die Absurdität, Deutsche als Opfer der Politik Hitlers zu begreifen, bedarf an dieser Stelle keiner weiteren Erklärungen, und auch dass die GfbV infolge dieser schlichtweg falschen Behauptung sich in Bezug auf sogenannte »Volksdeutsche« für gleiche Maßstäbe, wie sie bei Opfern von Naziverbrechen gelten, einsetzt, kann nur als die bewusste und weitgehende Relativierung des Vernichtungskriegs der Deutschen verstanden werden. Tillmann Zülch erklärte hierzu in aller Deutlichkeit: »In der Weltgeschichte ist die Vertreibung der Deutschen aus Osteuropa 1945 bis 1948 der schwerste Fall.« Dem Holocaust jedoch, werde ein zu großer Stellenwert eingeräumt.Und obwohl die GfbV jedes »Volk« irgendeiner Bedrohung ausgesetzt sieht, bleibt das »jüdische Volk« weitgehend unerwähnt, es handelt sich hierbei also nicht um ein »Volk«, das es zu schützen gilt. Man ahnt, wohin die Reise geht, und kann sich in einer Stellungnahme der GfbV zum Friedensprozess im Nahen Osten überzeugen: »… durch Ariel Sharon samt seiner rechtsnationalistischen Freunde dreht sich die Spirale der Gewalt«, »die Menschenrechtsverletzungen seitens Israel gehen unvermindert weiter« in »einem brutalen Krieg gegen das palästinensische Volk« und die »antikolonialistische Revolte« der Al-Aqsa-Initfada.

Ansonsten arbeitet man auch gerne mit den Antisemiten aus der B5 in Hamburg zusammen und veranstaltet wie beispielsweise in 2006 eine „Palästina-Reihe“ in welcher unter anderem der Selbstmordattentäter verherrlichenden Film „Paradise Now“ gezeigt wurde.