Finally released sind hier nun die Mitschnitte einiger Veranstaltungen vom Antifacamp in Mühlheim welches im August stattfand. Eventuell folgen die Tage noch ein oder zwei Mitschnitte.
Solidarische Grüße an die Genoss_innen, welche das Camp dies Jahr ausgerichtet haben.
zu kommunistischer Kritik und Praxis, mit Redical [M], MAD Koeln, Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft, Fabian Kettner und weiteren; Einleitung und Moderation: Phase 2
[ELA]
Im Vortrag zur Geschichte der Antifa soll es einerseits um die historische Antifaschistische Aktion aus den 1920/30er Jahren gehen, dass Hauptthema wird aber die Entstehung der Autonomen Antifa sein. Dabei sollen Entwicklungen aufgezeigt werden und Diskussionsprozesse in der Antifa Bewegung nachgezeichnet werden. Besonders vertieft werden der Organisierungsprozess in den 1990er Jahren am Beispiel der AA/BO und an deren Beispiel eine Kritik am Konzept des „revolutionaeren Antifaschismus“. Auch soll es um die Veraenderungen gehen, die sich innerhalb der Antifa spaetestens seit dem 11.September 2001 beobachten lassen und die Diskussionen der letzten Jahre entscheidend praegten.
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Fabian Kettner, AK Rote Ruhr Uni
Leo Loewenthal, ein Vertreter des Kreises, den man als „Kritische Theorie“ bezeichnet, kam „es immer so komisch vor, wenn jemand sagt, wir sollten mal ein Seminar ueber kritische Theorie halten, ich weisz nie so recht, was ich darueber sagen soll.“ Denn, so Loewenthal weiter, das „Bewusstsein des Nichtmitmachens, des Verweigerns; die unerbittliche Analyse des Bestehenden, … das ist eigentlich das Wesen der kritischen Theorie.“ Und wenn dem so ist, dann existiert Kritische Theorie nur im Vollzug des kritischen Gedankens an einem Gegenstand.
Man kann systematisch in die Kritische Theorie einfuehren, man kann eine Uebersicht ueber ihre Schriften, ihre Projekte, ihre Forschungen geben, man kann sie theoriegeschichtlich einordnen. Indem man dieses Corpus umstreift, kann man dabei auch etwas ueber sie lernen. Darum soll es hier nicht gehen. Nachgezeichnet werden soll der Notstand des Denkens, aus dem sie sich erhob und an einigen Beispielen illustriert werden, wie ihr Denkweg zu verlaufen hatte.
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Paul Mentz, AK Rote Ruhr Uni
„Er ist Ausdruck nicht einer durchdachten, kontinuierlichen politischen Gegnerschaft, sondern der Anti-Amerikanismus ist die eine Seite einer Haszliebe und darin dem Anti-Semitismus verwandt, der den Juden in wechselnder Folge alles Gute und alles Schlechte nachsagt, und sie, dabei nur den eigenen trieboekonomischen Beduerfnissen gehorchend, je nach Bedarf mystifiziert oder daemonisiert.“ (Wolfgang Pohrt)
Der Antiamerikanismus ist eine Ideologie, welche sich global und in allen gesellschaftlichen Schichten finden laeszt und er ist in der Lage, linke Antiimperialisten mit Neonazis und islamischen Klerikalfaschisten zu einen. Als Ressentiment weisz der Antiamerikanismus seine Weltanschauung bestaendig mit vermeintlichen Fakten ueber die USA zu unterfuettern, er haelt es aber fast nie fuer notwendig, diese zu belegen. Gerade weil der Hass auf Amerika auf einer irrationalen Projektion beruht, ist er zu keiner Kritik der realen Verhaeltnisse faehig. Der moerderische Gehalt dieser Ideologie tritt einem bei Anschlaegen wie jenem auf das World Trade Center und jenen im Irak bestaendig konkret vor Augen.
Der Vortrag soll versuchen, einen Einblick in die historischen Wurzeln und die Funktionsweise des Antiamerikanismus zu bieten.
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Informationsveranstaltung mit Simone Dinah Hartmann
Die Mischung aus apokalyptischem Wahn, eliminatorischem Antisemitismus und nuklearen Ambitionen, die das Regime in Teheran ausmacht, welches seit dreiszig Jahren die iranische Bevoelkerung terrorisiert – diese Mischung traegt ein Drohpotential in sich, das heute einzigartig ist und nicht nur Aehnlichkeiten mit dem Nationalsozialismus aufweist, sondern auch tatsaechlich in der Lage sein koennte, dessen Werk zu vollenden. Diesen Bestrebungen wird gerade in den postnazistischen Gesellschaften mit einer Politik begegnet, die von Appeasement bis zur offenen Kollaboration mit den Mullahs reicht, wie sie sich etwa in dem geplanten 22-Milliarden-Euro-Deal der Oesterreichischen Mineraloelverwaltung (OMV) mit dem iranischen Regime manifestiert. Gegen diese Kollaboration hat sich Ende letzten Jahres die Kampagne stopthebomb.net gegruendet, die u. a. mit einer internationalen Unterschriftenaktion gegen Geschaefte mit dem iranischen Regime mobil macht.
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Hab jetzt nur den Beitrag zum Gestus der Kritischen Theorie gehört und finde den didaktisch ganz schön fragwürdig. Entweder kennt man die klassische KT, dann eiert er zuviel rum oder man kennt sie nicht und dann ist das Referat – so wie es ist – zu vorraussetzungsreich.
Da gibt es ein konstantes Begriffsdauerfeuer und Namedropping ohne weitere Erklärung. So ein Antifa Camp ist ja nicht notwendigerweise nur von StudentInnen besucht und so wäre es ja nicht schäbig das Thema ein Stück weiter runter zu brechen oder von vorne herein sagen, dass es eine Feinschmecker-Veranstaltung ist und es richtig abgehen wird.