Hamburg all over again
Am 3.Oktober fand auch dieses Jahr wieder das erbärmliche staatliche Trauerspiel zu den Einheitsfeierlichkeiten statt und so hatte das veranstaltetende Bundesland die Hansestadt Hamburg in die Hafencity geladen. Dies Event der Langeweile war defintiv kein Grund sich in die Hansestadt zu bewegen, es sei denn man ist an langweiliger Folklore der einzelnen Bundesländer interessiert, welche jeweils die Vorzüge ihres Landstrichs zu promoten versuchten.Ein besserer Grund nach Hamburg zu fahren war jedoch, neben der obligatorischen Feierei in der Nacht, sich das Gegenprogramm der Linken anzuschauen.
Das Bündniss „Gegen deutsche Einheit“ hatte im Vorlauf eine Veranstaltungsreihe zur Thematik organisiert und bot neben Feierei am Freitagabend auch eine Unterhaltung versprechende Diskussionsveranstaltung. Doch dazu später mehr.
Zu erst waren die linken Rituale dran und man konnte die Demonstration „Hart Backbord! – Für etwas Besseres als die Nation!“, welche von Hamburger autonomen Antifa-Gruppen organisiert wurde, anschauen gehen. Diese bot jedoch nicht wirklich viel, wenn man von brennenden Deutschland-Fahnen und nahezu völlig bezugslose und langweilige Redebeiträge absehen will.
Das man sich auch wirklich in Hamburg befand wurde an diesem Tag jedoch mal wieder auf’s Neue eindrucksvoll demonstriert.
Auf der Demonstration „Hart Backbord! – Für etwas Besseres als die Nation!“, organisiert vom Bündnis „Hart Backbord!, Hamburger autonome und antifaschistische Gruppen“, kam es am 3. Oktober zu einem Angriff auf israelsolidarische Antifaschist_innen.
Nicht einmal 5 Minuten, nachdem sich die kleine Gruppe, welche Israel-Fahnen mitführte, hinter dem Lautsprecherwagen in die Demo begeben hatte, näherten sich ihr zwei Personen aus dem Umfeld des „antiimperialistischen Stadtteilzentrum“ B5. Nachdem ihrem Verlangen nach Einpacken der Fahnen nicht nachgekommen worden war, griffen sie einen der Fahnentragenden an und versuchten unter Anwendung körperlich Gewalt die Flagge an sich zu bringen.
Bis auf eine Handvoll von Genoss_innen, welche sich zu der Gruppe stellten, war die Stimmung der Umstehenden klar gegen die Träger der Fahnen und ihre Begleitung gerichtet. Man hielt zwar die Schläger zurück, forderte jedoch immer wieder die israelsolidarischen Antifas zum Verlassen der Demo oder dem Ablegen der beiden Fahnen auf.Es folgte die Ansage über den Lautsprecherwagen, dass es „Probleme mit Nationalfahnen gebe“ und die Aufforderung „Klärt das mal!“ – ob durch Entfernen der Fahnen oder der Angreifer wurde offengelassen…
In einem persönlichen Gespräch mit dem Anmelder solidarisierte dieser sich zwar mit den Angegriffenen. Die Vorfälle wurden jedoch weder über den Lautsprecherwagen weiter thematisiert, noch wurden – was eigentlich selbstverständlich sein sollte – die Angreifer bzw. ihre Unterstützer_innen, aufgefordert, die Demo zu verlassen oder zumindest ihre weiteren Provokationen und Rufe „Viva Palästina“ und „Intifada“ zu unterlassen. Vielmehr beschimpften diese auch im weiteren Verlauf der Demonstration weiterhin die Träger der Fahnen des israelischen Staates als Rassisten, Zionisten und „Scheiß-Antideutsche“.
Doch man konnte doch wieder nicht „so viel fressen wie man kotzen möchte“…
Am Abend folgte die Diskussionsveranstaltung “Deutschland? – Nie wieder!” im Übel&Gefährlich, zu welcher die Phase2 und dem Bündnisses „Gegen deutsche Einheit“ geladen hatten.
Herman L. Gremliza spielte den Zeitzeugen einer Bewegung welche sich schon seit längerem im Untergang befindet.
Sinistra und Gruppe 8.Mai waren, wie sie selber eingestanden, „nicht ganz so gut vorbereitet“ und hatten inhaltlich nichts Neues zu sagen. Jedoch scheint das Wiederholen von Basisbanalitäten antideutscher Kritik in Hamburg wie sich Nachmittags und auf dem Podium zeigte ja doch mehr als nötig und somit der einzige Lichtblick der Veranstaltung.
Die TOP-Berlin hingegen hatte herausgefunden, dass es nichts spezifisch Deutsches mehr gebe. Was auch immer dort als „deutsche Ideologie“ verhandelt wurde, sicherlich nicht Marx Begriff von deutscher Ideologie, sei euorpäisiert, somit nicht mehr spezifisch und es müsse das Allgemeine, das kapitalistische System angegriffen werden, denn es gehe ja (oh Wunder) „ums Ganze“.
Zu Ende folgte dann noch der Anschluss an den Hamburger Kurs durch die TOP. Man bekannte sich kurz zu „Solidarität mit Israel“ um dann jedoch einzuschränken, dass einen „Israel gar nicht interessiere“. Man sei zwar auch dafür das Antisemiten aus der Demo müssten (wow ganz toll…), dann war jedoch die Denunzation der Träger_innen von Israel-Fahnen als Identitätsgeile dran. Diese „Erkenntnis“ scheint für die TOP so wichtig gewesen zu sein, dass man dies noch schön ausführte und sich auch bloß nicht dazu herabließ sich mit den Betroffenen des Angriffs zu solidarisieren. Man wusste anscheind wo man sich befand, denn für dieses Geschwurbel erhielt man dann auch den größten Applaus des Abends.
Gremlizas treffende Antwort dazu und der Verweiß auf die Notwendigkeit der deutschen Nation durch eine deutsche Linken bildeten dann immerhin den Abschluss der Veranstaltung. Jedoch offenbarte der Applaus-Meßgrad, dass Gremlizas Statement in Hamburg nicht wirklich willkommen war.
„Jedenfalls muss klar sein, dass jeder, egal aus welchem Motiv das getragen wird, dass jeder der sich dann an dieser Fahne vergeht eine auf’s Maul kriegen muss. So einfach ist das.“
Herman L. Gremliza
Was den Hamburger Linken zu den Vorfällen im Kopf umherschwirrt stellten sie einem jedoch inzwischen ganz bereitwillig zur Verfügung. „Einige aus den Gruppen der Demovorbereitung, einige aus den Gruppen der Plan B -Vorbereitung“ veröffentlichten eine Nachbereitung zur Demonstration. Sieht man von den nicht vorhandenen Analysen zu Demokonzept etc ab bleibt eigentlich nicht viel. Was bleibt ist eine Einsicht wie es so in Hamburg denkt.
Man finde es nicht „tolerierbar, dass Israelfahnen und ihre Träger_innen angegriffen werden“. Darauf folgt nichts, außer das Abfeiern der „vielen Ketten und das geschlossene Auftreten auf der Demo“. Man könnte dazu ja politische Stellungnahmen und Konsequenzen erwarten, aber nicht in Hamburg.
Man mag dazu sagen, es sei doch ein Fortschritt, dass in Hamburg nicht alle Antifas mit antizionistischen und antisemitischen Reflexen reagieren. Dies kann man auch gerne so festhalten, jedoch müssten diese Bekenntnisse zur Intoleranz gegenüber Antizionismus und Antisemitismus, wenn es denn welche seien sollen und nicht nur eine Ablehnung von inner Linker Gewalt, auch Folgen haben. Jedoch hat man sich um eben jene Konsequenzen seit spätestens 2004 und dem kollektiven Angriff linker Hamburger Strukturen auf israelsolidarische Antifas geschickt um diese herum bewegt.
Und das sich dann doch nicht viel verändert hat offenbart die Einschränkung zur eigenen Intoleranz, denn es seien „die Meinungen in den Gruppen unterschiedlich“ was den Angriff auf israelsolidarische Antifas und Israel-Fahnen anginge. Das man hier auch noch mit Antizionisten und Freunden des militanten Angriffs auf Israel-Fahnen und israelsolidarischen Antifas rumkuschelt, zeigt auf’s x-mal den Sumpf der Hamburger Linken wo politisches Handeln durch persönliche Freundschaften und nicht über Analysen und theoretische Erkenntnis bestimmt wird.
Bezeichnend ist auch, dass von keiner der, die Demonstration organisierenden, Gruppen bis heute ein Statement zu den Vorfällen zu finden ist, geschweige denn eine Verurteilung der Angriffe sowie eine Soldiarisierung mit den Betroffenen.
Hamburg bleibt halt Hamburg…
Nachtrag: Spiele nicht mit den Antisemiten-Kindern
Achja eine kleine Randnotiz sei dann noch erlaubt. Denn beim Stöbern auf der Unterhaltungs-Linken-Seite indymedia in einem Artikel der Antiimperialisten-Antisemiten der AAMD und GIS aus Magdeburg, war ich doch etwas verwundert. Denn dort durfte man bewundern, dass die Antifaschistische Gruppe Braunschweig, organisiert im UmsGanze-Bündnis, sich auf dieser Demo herumtrieb…Es ist an dieser Stelle völlig irrelvant welches Thema die Demonstration hatte, denn die Zusammenarbeit mit (militanten) Antisemiten verbietet sich von selbst.
Artikel zu den Magdeburger Antisemiten:
• Januar 2007: Übergriffe auf TeilnehmerInnen einer Shoah-Gedenk-Kundgebung in Magdeburg
• Juni 2007: Angriffe auf zwei Infoveranstaltungen gegen antisemitismus in Magdeburg
• Antifa Infoportal // 04.07.2007 „Im Gleichschritt Links – ein Veranstaltungsbericht“
• Antifa Infoportal // 19.07.2007 „… Täter sind keine Opfer“
• Antifa Infoportal // 29.01.2007 „… das Auschwitz nicht sich wiederhole“ Bericht“
• Antifa Infoportal // 18.06.2007 „Angriff auf Infoveranstaltung“
• „Der antisemitische Wahnsinn hat Methode – Stellungnahme zum Angriff von Antiimperialisten auf eine Veranstaltung in Magdeburg mit Referenten des Bündnis gegen Antisemitismus Leipzig“




Nur zwei kleine Anmerkungen, denn eigentlich gibt dein „Bericht“ nicht genug her. Zum einen haben sich die auf der nachmittäglichen Demonstration anwesenden Mitglieder von TOP Berlin durchaus physisch mit den angegriffenen Fahnenträger solidarisiert – was ihre Kritik an dem identitären Gehabe von Leuten wie dir umso glaubwürdiger macht. Zum anderen hätte ich gerne mal erklärt, was nach deiner Meinung und Marx, mit dem du dich ja auszukennen glaubst, das „spezifisch Deutsche“ wäre, und wie sich das mit der „Europäisierung“ verhält. Vielleicht hättest du ja gerne das Redemanuskript von TOP, damit du deinen denunziatorischen Scheiß auch allein in deinem stillen Kämmerlein widerlegen kannst. Und apropos Denunziation: Dein Nachtrag zu der Antifademo, an der anscheinend und damit moralisch völlig unlauter eine „Ums…Ganze!“-Gruppe teilgenommen hat, lässt mich die Frage stellen, wer noch mal das größte Schwein im ganzen Land wäre. Richtig – der Denunziant.
1. Bei der Solidarisierung ging es um die Diskussionsveranstaltung und da gab es definitiv keine. Es sei denn du wertest ein „die Antisemiten von der Demo, aber…“ als Solidarisierung.
Eine Diskussion über eine Solidarisierung auf der Demo ja oder nein erspare ich uns einfach mal.
2. Dein Identitätsvorwurf und der durch die TOP ist mir sowas von egal. Ist aber schön zu sehen, dass du auch sofort nach dem Verweiß auf eine vermeintliche Solidarisierung „identitäres Gehabe“ schreien musst.
3.Ich spiele hier bestimmt nicht den Erklärbär, davon abgesehen das ich dafür keine Zeit habe und auf das Manuskript verzichte ich dank vorliegendem Mitschnitt der Veranstaltung auch.
4.Schön das die Zusammenarbeit mit Antisemiten für dich nur „moralisch völlig unlauter“ ist, wie war das nochmal mit der klaren Ansage „Solidarität mit Israel“? Oder gilt die nur für Berlin und nicht fürs Bündnis?
Das du das Bündnis durch den Hinweiß auf Kollaboration mit Antisemiten als Opfer einer Denunziation wähnst kommentiere ich nicht weiter…
Ich hätte an dem Redemanuskript durchaus Interesse. Lesen ist manchmal doch praktischer als hören.
Lieber Riotpropaganda, nun stelle dich doch bitte nicht dümmer als du bist. Dir erscheint also die verbale – eben: bekenntnishafte – Solidarisierung auf einem von Antisemiten völlig freien Podium wichtiger als die sinnvolle, weil praktische auf der Straße? Merkst du überhaupt noch was? Anscheinend nicht, denn außer nicht den Erklärbär zu spielen, auf Manuskripte zu verzichten, uns eine Diskussion zu ersparen und nicht weiter zu kommentieren, fällt dir nicht viel ein, außer, dir eine „Kollaboration mit Antisemiten“ herbeizuhalluzinieren, weil Menschen mit einer zugegeben indiskutablen Gruppe auf die Straße gegangen sind, um gegen Nazimorde zu demonstrieren. Ich finde dich peinlich, und das finde ich echt schade.
check mal deinen spam-filter und schalte meinen kommentar frei!
@i*m*v: da ist leider nichts was ich freigeben kann…
@keta: Ich wüsste nicht wo ich den Unterschied zwischen den „Solidarisierungen“ sehen soll. Wenn sie jeweils erfolgten, dann immerhin. Auf der Diskussionsveranstaltugn erfolgte sie aber nicht, obwohl der Übergriff dort thematisiert wurde. Und es macht etwas aus, wenn man sich in Hamburg vor versammelter Linke nicht mit den Genossen solidarisiert. Das wurde ja auch eindrucksvoll dadurch demonstriert das für die Identitätsvorwürfe frenetischer Applaus folgte. Das ihr euch nicht mal davor gruselt, wer euch da zu jubelt überrascht mich schon ein bischen.
Und das die Gruppen aus dem Hamburger Bündnis “Gegen deutsche Einheit” keine Antisemiten als Podiumsteilnehmer einladen ist wohl mehr als eine Selbstverständlichkeit. Interessant aber dass das Vorhandensein von Antisemiten auf dem Podium der Gradmeßer dafür sein soll ob man sich nun solidarisiert oder nicht.
Das ich hier nicht die Zeit habe euren Podiumsbeitrag en detail zu kritisieren ist nun mal so.
Dies hat aber auch null mit dem Identitätsvorwurf auf dem Podium zu tuen, noch damit das die agb mit Antisemiten demonstriert. Der Vorwurf ich würde durch die Anwesenheit der agb auf Demos von Antisemiten thematisieren um vom Thema abzulenken ist einfach nur lächerlich. Auch wieder schön wie man hier Themen durcheinander wirft um bloß nicht darauf eingehen zu müssen. Stattdessen spricht man lieber von der Denunzation, wenn es um die Benennung von Zusammenarbeit mit antisemitisch Gruppierung geht. Wie schon im Beitrag erwähnt spielt dafür das Thema der Demonstration dafür keine Rolle. Es sei denn man ist auf der Suche nach Rechtfertigung dafür…
Und zu guter letzt, wen du wann und wo peinlich findest und das ich es in diesem Fall sein sollen interessiert mich null.
Der Unterschied ist ein ganz einfacher: Die eine Solidarisierung bezweckt nichts anderes als die eigene Selbstvergewisserung. Wenn sich jugendliche Antideutsche eine Israelfahne übers Bett hängen, ist damit dem Staat der Holocaustüberlebenden wenig, dem Schlaf des oder der Gerechten eine Menge geholfen. Eine Solidarisierung mit angegriffenen Fahnenträger – ob man das identitäre Herumwedeln (jawoll!) nun richtig findet oder nicht – hat eine ganz praktische Konsequenz, nämlich ie körperliche Unversehrtheit der Betroffenen. Die Genossin von TOP Berlin hat ganz zurecht darauf hingewiesen, dass diese Form der Praxis eben nicht die Interessen der jüdischen Bewohner Israels im Blick hat, sondern eigenen Interessen folgt.
Weiter: Du gruselst dich also vor den Besuchern einer Podiumsveranstaltung am Tag der deutschen Einheit, die den Titel „Deutschland? Nie wieder!“ trägt und ausgewiesene Kritiker des deutschen Nationalismus auf dem Podium versammelt? Dann ist dir tatsächlich nicht mehr zu helfen. Ich wünsche dir, dass du irgendwann in deinem ja noch recht jungen Leben jemanden findest, dem du nicht mit derartigen Gefühlen (denn eine Kritik ist da nicht) begegnet.
Der nächste Absatz: Du schreibst, dass „ die Gruppen aus dem Hamburger Bündnis “Gegen deutsche Einheit” keine Antisemiten als Podiumsteilnehmer einladen (…) wohl mehr als eine Selbstverständlichkeit (sei).“ Ja was denn mehr? Wenn doch schon das Publikum aus lauter linksdeutschen Israelhassern besteht, dann hätte man das Podium doch auch ein wenig mehr den Bedürfnissen der vermuteten Veranstaltungsgäste entsprechend zusammencasten können, oder? Ich sehe Widersprüche und weiß nicht wie sie zu lösen sind.
Das allerdings wäre auch vielmehr deine Aufgabe, da du doch den Mund so voll nimmst. Ich bitte dich inständig, den Podiumsbeitrag mal „en detail“ zu kritisieren. Du sagst zwar, du hättest „hier keine Zeit“ dafür, aber so von Blogger zu Blogger sei dir versichert, dass es sich hier um ein Medium handelt, das sich nicht nach einer gewissen Veröffentlichungspause von selbst abschaltet. Ist nicht so, echt.
Weißt du, ich habe mich jetzt zum zweiten Mal in Hamburg mit antiimperialistischen Schlägern prügeln müssen, um eine Fahne zu verteidigen, die ich nicht tragen würde. Ich habe Veranstaltungen gegen die Magdeburger Irren geschützt und mich doch hin und wieder mit ihnen auf den gleichen Demos wiedergefunden – unterstellst du mir jetzt auch die „Zusammenarbeit mit Antisemiten?“Dass du genau das – nämlich die Widersprüchlichkeit gesellschaftlicher Wirklichkeit und politischen Handelns – nicht begreifst, macht mich ein wenig traurig. Denn so schwer ist das eigentlich nicht.
echt, nichts im spam? scheiße, so gut bekomme ich das nie wieder hin… und außerdem war ich mal schneller als keta und jetzt hat der eh schon wieder fast alles gesagt – das leben ist echt zum kotzen!
naja, zum thema ug-gruppe in magdeburg kannst du ja vielleicht auch noch drüber nachdenken, obs angesichts der tatsache, das die demo offiziell nicht von aamd und gis vorbereitet wurde echt so böseböseschlimm ist da mitzulaufen. immerhin kannst du nicht von jedem erwarten so ein recherchetalet zu sein wie du (das mit dem beweis-foto bei indy ist echt ganzganz groß, wirklich!). deshalb durchschauen dieses versteckspiel in magdeburg mit anderen gruppennamen einfach nicht alle, oder es war ihnen tatsächlich wurst – angesichts des themas. naja, eigentlich hab ich eh den eindruck, dass es dir in erster linie darum geht ug zu dissen – das war in deinem beitrag zu köln auch schon so und dort genauso schlecht und billig. sorry!
@im*moment*vorbei:
first: sorry, aber irgendwie gibt es immer wieder probleme mit dem filter
second: zu der demo im md. es stimmt einfach nicht, dass die demo nicht offiziell von aamd udn gis organisiert wurde. die wurde von dem Projekt “Zusammen kämpfen!” organisiert und mit einem besuch auf der webseite sieht man, dass dieses projekt von den beiden gruppen getragen wird. es steht dort sogar auf der startseite…
und spätestens wenn man auf der demo angekommen ist, sollte man dies merken. und man kann wohl von oragnisierten gruppen erwarten, dass sie sich ein oder zwei gedanken dazu machen zu welchen demos sie fahren. gerade auch wenn man weiß was sich für leuten in md rutmreiben.
und sollte, wie du sagst, ihnen „angesichts des themas“ es wurst gewesen sei mit wem sie sich da rumtreiben, dann tut es mir nicht leid, dass ich dafür kein verständnis habe.
aber es geht ja anscheind auf teufel komm raus darum die zusammenarbeit mit diesem gruppen zu rechtfertigen und dazu sage ich einfach nichts weiter, weil sich das von selbst diffamiert.
third:
klär mich bitte auf was ich zu köln denn „schlecht und billig“ geschrieben habe?mein wissen und mein blog sagt mir, dass ich nur auf die artikel von lizaswelt und nada verwiesen habe. wenn aber nun schon eine kritik wie die von liza „dissen von ug“ sei, dann weiß ich auch langsam nicht mehr was bei manchen leuten so abgeht…
@keta:
ganz kurz und schmerzlos, ich habe kein bock auf deine ganzen verdrehungen und projektionen weiter einzugehen. dein letztes kommentar ist ein haufen wirrer verdrehungen von kommentaren von mir und irgendwelchen unterstellung die du wa weiß ich wo her hast. ich hab einfach nicht lust, muße und zeit dir jetzt wieder vorzukauen was nun wie verdreht wurde und meine kritik daran vorzukauen.
extremes beispiel dazu ist deine unterstellung, dass ich dir „jetzt auch die „Zusammenarbeit mit Antisemiten?““ unterstellen würde.
Sehr geehrter Riotpropaganda, nicht nur, dass Ihr Unwissen nichts taugt. Die enthemmte Blödheit ihrer dressierten Frohnatur beschämt sogar einen Zirkuspudel.
also erstmal finde ich immernoch, das es übertrieben ist es als „zusammenarbeit“ zu bezeichnen, wenn man mit nem transparent auf ner demo rumläuft – aber hier eher nochmal was zu der köln-geschichte.
du hast auf deinem blog sachen zitiert und dir damit zu eigen gemacht, die ich schon als billiges gedisse bezeichnen würde. konkret gehts mir um den beitrag von nada – dort setht:
„Da verwunderte es auch nicht, dass man innerhalb der Demonstration so ziemlich alle Parolen hören konnte, welche die verschiedenen Anitfagruppen so zu bieten haben; sei es die antinationale oder internationale Solidarität, das mantrahafte Beschwören eines es muss ums Ganze gehen oder der Hilferuf nach Bomber Harris.
Man hatte es also schon einmal erfolgreich geschafft die antifaschistische Bewegung zu einnen, ohne sich dabei die Nasen wegen so lächerlicher Nebenwidersprüche wie Israelsolidarität und antiimperialistischen Widerstand einzuschlagen; es schien fast so als wäre man wieder eine große Familie, als hätte man sich die vergangenen Jahre wieder verziehen und sei bei einem neuen linken Pluralismus angelangt, indem alle willkommen sind solange sie nur anständig Ketten bilden können.“
da du ja so drauf stehts dich ganganz genau über die leute zu informieren, die demos organisieren, ist dir sicher nicht entgagen, das sich sowohl der antifa ak köln, als auch das ug-bündnis recht eindeutig zu sagen wir mal „Israelsolidarität und antiimperialistischen Widerstand“ geäußert haben, oder? quellen gibts auf meinem blog. was soll sowas also? nicht billig? kein gedisse?
„Sehr geehrter Riotpropaganda, nicht nur, dass Ihr Unwissen nichts taugt. Die enthemmte Blödheit ihrer dressierten Frohnatur beschämt sogar einen Zirkuspudel.“
Abgesehen von der Unsinnigkeit dieses Satzes -als ob Unwissenheit bei irgenjemandem was taugen würde- ist es einfach nur unverschämt von jemandem dem bei einem Übergriff auf Israelfahnenträger nichts anderes einfällt als der Verweis auf identitäres Antideutschtum und der gleichzeitig die Antisemiten von GIS und AAMD in Schutz nimmt, hier jemandem Blödheit vorzuwerfen. Deine Projektionen gehören dir echt mal um deine widersprüchliche umsganze-Birne gehauen.
Der Antia AK zu Köln hat sich ja sehr eindrücklich geäußert:
„Wer keinen Bock auf völkische, nationale oder religiöse Symbole, Hamas oder Hezbollah-Fahnen hat, sollte dies zum Ausdruck bringen. Seid Aktiv!“
Und was das „billige gedisse“ angeht hast du wohl bei aller Liebe zu deiner Bande verpasst, dass es in Köln eben genauso gelaufen ist. Da bringt dann auch die tollste Erklärung der Veranstalter nichts.
Kaputt, wenn du fähig zum lesen wärest und nicht nur zum kläffen, dann wäre dir aufgefallen, dass mir bei Angriffen auf Fahnenträger sehr wohl besseres als nur der Verweis auf das offensichtliche identitäre Bedürfnis derselben einfällt. Im Gegensatz zu dir habe ich diese Fahne nämlich verteidigt, und zwar nur, weil ich die Sportsfreunde Blau-Weiß im Gegensatz zu den Magdeburger Knallchargen als Genossen betrachte. Wo ich die in Schutz genommen haben soll, sehe ich nicht. Aber weil es so lustig ist, kann ich dir den Vorwurf hier dumm rumzuprojezieren, auch einfach mal zurückgeben.
Hallo lieber Herr Propaganda,
wie dir vielleicht aufgefallen ist, die Leute hinter dem ums-ganze-gruppen transpa in der frontstadt magdeburg sind maximal 1,65m groß, insofern wäre das benutzen des marsxschen termini des „scheinen“ angebracht. Ansonsten wenn du was mit den „antisemiten“ aus bs klären willst oder fragen hast, schreib doch ne mail is wenigstens bißchen reallife-mäßig. die blogsphäre is nämlich so unsexy wie auf dem bauwagen wohnen und schon solange out wie das tragen von buffalos.
aber vielleicht könn wir das ja bei’ner limo mal persöhnlich bei der nächsten szeneparty besprechen.
Euer Lifestyle kotzt mich an
meine bande? süß! welche denn?
aber mal zu den fakten:
ums ganze – „(…)Das Mensch die RechtspopulistInnen in Köln bekämpfen muss, weil sie rechte Ideologien vertreten, darüber besteht von CDU bis zur DKP Einigkeit. Nur: In der Nacht sind scheinbar alle Katzen grau. Die Kölner CDU nutzt den Anlass, um sich als demokratischer Saubermann zu gerieren und den eigenen Standortrassismus unter den Tisch fallen zu lassen. Die “Linken” vom Initiativ e.V. aus Duisburg – die auch schon die islamistische Hisbollah als„Widerstandsorganisation“ hochleben ließen und gewalttätig gegen Leute vorgehen, die das kritisieren – wollen währenddessen die “nationale Souveränität der Völker” verteidigen. Und auch die Islamisten von Milli Görüs und der Al-Nur Moschee aus Berlin wollen nicht fehlen und melden sich zu Wort um “den Islam” zu verteidigen.(…) Eine vernünftige Auseinandersetzung mit dem politischen Phänomen Islamismus, steht in der radikalen Linken (wie im Rest der Gesellschaft) bislang aus, sie ist jedoch aufgrund des reaktionären Charakters des Islamismus dringend geboten. AntifaschistInnen sollten IslamistInnen als politische Gegner bekämpfen und nicht aus falsch verstandener “Toleranz” mit von Rassismus betroffenen in den eigenen Auseinandersetzungen zu dulden.
Islamistische Gruppen wie Milli Görus und Al-Nur Moschee und proislamistische Schlägergruppen wie der “Initiativ e.V“. haben daher weder auf der Demonstration am Freitag noch auf den Blockaden am Samstag etwas verloren. Ihr Kampf wird niemals der unsere sein.“
die antifa ak köln-seite funktioniert leider grad nicht, aber die haben neber der hier zitierten auch noch ne zweite erklärung rausgebracht, die ich dann eventuell später nochmal nachreichen kann.
aber auch das wird euer problem nicht lösen. ihr wollt keine inhaltlich positionierung gegen antizionismus und auch keine praktische solidarität mit von antisemitischen schlägern angegriffenen. für euch gibts nur für oder gegen euch und das für bedeutet diesen unpolitischen israelhype mitzumachen. alles andere wird als verharmlosung, entsolidariserung oder schlimmeres defamiert.
Keta:
Das wir beide lesen können ist wohl offensichtlich, dass du aber nicht abstrahieren kannst zwischen deiner Person und umsganze ist, schlicht gesagt, armselig.
Tatsache ist: Es gab einen Übergriff auf eine Israelfahne in Hamburg. Tatsache ist auch, dass alles was den Referenten der TOP zu genau dieser Problematik einfiel war ein Exkurs zu Identitätsantideutschen Fahnenträgern und eben keine Solidarisierung. Nun behauptest du, du hättest die Fahnenträger verteidgt, was, sollte das stimmen, natürlich ne gute Sache ist, aber über den Vortrag der TOP erstmal gar nichts aussagt. Das das die Behauptung erst kommt nachdem hier von seiten Riotpropagandas Kritik an dem Vortrag der TOP zu lesen ist macht die Sache auch etwas madig, wenn dich der Übergriff dermaßen gestört hätte hättest du das ja auérdem auch auf deinem Blog oder sonstwo thematisieren können. Dein Einwand hat einfach nichts mit dem Gegenstand zu tun.
Als nächstes kommt die Partizipation von Umsganze Gruppen (bzw einer Gruppe) Demo von gewalttätigen Antisemiten, was schlicht udn einfach inaktzeptable ist. Weil dir das bewusst ist, du aber deine ach so geile antifa clique in Schutz nehmen musst kommt der Vorwurf, die Person die auf sowas aufmerksam macht, also riot, wäre ein Denunziant. Das ist natürlich krasser Bullshit, schließlich kann sich die Fotos von der Demo jeder im Internet angucken, da braucht es also schon mal keinen Denunzianten, zum anderen ist es absolut gerechtfertigt darauf aufmerksam zu machen, dass Gruppen die eigentlich einen kritischen Anspruch haben sich mit so einer Nazibande irgendwo rumzutreiben. Ob und wann du dich mit wem hier geprügelt hast ist mir dabei scheißegal, das ändert einfach nichts am Gegenstand.
Da dir die ganzen Doppelstandards und nicht auffallen die du heir setzt sowie das umsganzwe nichtmal seine eigenen Ansprüche erfüllt (geschweige denn kommunistische) bleibt eigentlich nur eins zu sagen: Du Szeneopfer!
hm – also weder riot noch kaputt sind mir bis jetzt als identitäre israelfans aufgetreten. gerade bei kaputt weiß ich, daß das identitäre gehabe kritisiert wurde. so einfach ist es dann doch nicht.
warum die top dann bei dem vortrag anscheinend unbedingt auf identitäres gehabe eingehen mußte verstehe ich nicht so ganz. keta, kannste da vielleicht doch mal das manuskript verlinken?
Zusammen kämpfen ist übrigens von der ali nach Göttingen eingeladen worden: http://www.inventati.org/ali/index.php?option=com_content&view=article&id=1204:ladenschluss
nur mal am rande…
„warum die top dann bei dem vortrag anscheinend unbedingt auf identitäres gehabe eingehen mußte verstehe ich nicht so ganz.“
ich war zwar nicht da, aber bei dem vorbereitungsbündnis und dem podium läßt sich ja ganz gut einschätzen wie das publikum aussah, oder? wenn da also lauter leute sitzen, für die es eh (zu recht) total indiskutabel ist, menschen wegen des tragens einer israelfahne anzugreifen, was soll dann diese hier eingeforderte solidarisierung sein, außer selbsvergewisserndes gehabe? welcher ort wäre besser geeignet für eine solidarische kritik an bestimmten politikformen und inhalten der anwesenden, als eben diese veranstaltung?
warum muß zur beschreibung zugegebenermaßen widerlicher magdeburger gruppen gleich wieder ein total bescheuerter nazi-vergleich herhalten? und hätte sowas von anderen beutzt nicht (zu recht) einen ns-relativierungsvorwurf nach sich gezogen?
und warum zum teufel stellen sich hier auf diesem blog so wenig menschen diese fragen oder wollen gar die antworten hören?
fragen über fragen…