Archiv für Dezember 2008

How to get time wasted in Hamburg

Feiertage, Familie besuchen, mehrere Tage raus aus dem Dorf und doch die Frage was tuen, wenn man nicht gerade alte Bekannte trifft oder eine Möglichkeit sucht nett mit diesen die Zeit tot zu schlagen.

What could be done the next days? Bored of the holidays?
let’s see…

  • 25.12.
    NACHT DER OFFENEN TÜR IV-Lovesongs For The Unloved
    @Hafenklang Exil | ab 23Uhr
    Elektromix diverser DJ’s aus den beliebten Fernsehserien „Rotzige Beatz“, „Drumbule“, „Dubstep Department“ u.v.a. als Weihnachtsgeschenk an Freunde des Hauses!

    EINTRITT FREI!!!

  • 26.12
    „legal,illegal – scheissegal“ (Soli für das Schanzenfest 20008).
    @RoteFlora | ab 22Uhr
    DJs: Seven (drum n bass clash, detrend city rockers aus berlin), Juri Gagarin (Audiolith), Das Audiolith (solo), M.Punkt Messer (Punk, Indie, Untergrundhits der 80ziger).
  • Ab in’s neue Jahr

    Auch stellt sich die immer wiederkehrende Frage nach der Party an Sylvester.
    Ab zum Feiern auf‘ Bauwagenplatz?

  • Silvesterdiscoparty (80er + so)
    @Henriette Wagenplatz, im beheizten Zelt.| ab21Uhr
  • ne eher nicht…
    Demo gen Mitternacht mit entnervten Copz, den üblichen Verdächtigen und schön auf die Fresse?

  • „Freiheit für alle Gefangenen! Für revolutionäre Solidarität und ein kämpferisches 2009!“ zum Untersuchungsgefängnis Holstenglacis.
    @S-Sternschanze | ab 22Uhr
  • Würde wohl einiges zu erzählen haben wenn ich hingehe, ist dann aber auch irgendwie zu stressig. Außerdem habe ich das Gefühl, dass sich da eher ein Spektrum tummeln wird, mit dem ich dann doch lieber nichts zu tuen haben möchte.

    Gibt’s denn noch was Gutes?

    Der Antifa-Nachwuchs feiert auch ins Neue Jahr rein, vielleicht dahin:

  • Sylvesterparty presented by Planwirtschaft und Antifajugendcafé
    @Klausstr.10 | ab 21 Uhr
    mit verschiedenen DJanes und Cocktails
    Eintritt 2 Euro verkleidet gibts 1 Freigetränk
  • Weniger Szene?
    Feiern mit Audiolith?

  • Raven Gegen 2009
    @Grüner Jäger | ab 22Uhr
    mit „FRITTENBUDE“ (live – New Rave aus München) + DAS AUDIOLITH + DJ KRINK.
    Oben: „THE VINYL COUNTDOWN“ (Indie, Soul, Popthrash).
  • Klingt doch ganz gut, Party mit betrunkener (Electro-)Indie-Szene…

    Noch unpolitischer, dafür die ganze Nacht durchfeiern und dazu verdammt guten Minimal?
    Gibt’s auch

  • DIY & Grünanlage Silvestergala
    @Kukuun | ab 23Uhr
    Martin Landsky, Kollektiv Turmstrasse -live, Stimming -live, H.O.S.H., Jay Pauli, Solomun
  • Arnold Schönberg und die Folgen: Veranstaltung zum 100. Geburtstag der Neuen Musik


    »Ich fühle luft von anderem planeten«

    Arnold Schönberg und die Folgen:
    Veranstaltung zum 100. Geburtstag der Neuen Musik

    Sonntag, 21.Dezember 2008 ……Beginn: 14 Uhr
    Blinzelbar, Große Bergstraße 156

    Am 21. Dezember 2008 jährt sich zum hundersten Mal die Uraufführung eines Werkes, das den Bruch mit der musikalischen Tradition besiegelte: Arnold Schönbergs Streichquartett in fis-moll op. 10. Dessen letzter Satz, der erste ohne eine festgelegte Tonart, vollzieht den Durchbruch zur freien Atonalität. Und nichts darin bringt den unerhörten Charakter dieser Zeitenwende besser auf den Begriff als die erste Zeile des von Schönberg vertonten Gedichtes: »Ich fühle luft von anderem planeten«.

    Auf der Veranstaltung soll es daher zum einen darum gehen, mit dem musikalischen Gehalt des Streichquartetts zugleich auch dessen – wenn man so will: – geschichtsphilosophischen zu erschließen. Zu analysieren ist, mit anderen Worten, der musikalische Prozess, den das Schönbergsche Werk gegen die zur zweiten Natur geronnene Dur-Moll-Tonalität führt: Denn in der auskomponierten Kritik jenes tonalen Schemas, welches noch in der höchsten bürgerlichen Kunstmusik die harmonische Auflösung aller Konflikte vorherbestimmt hatte, findet die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Gesellschaft genauso ihren musikalischen Niederschlag wie die nach dem Verhältnis von Tradition und Fortschritt, von Sache und Subjekt, von Freiheit und Notwendigkeit.

    Zum anderen wird Thema sein, inwieweit tatsächlich der Neuen Musik seither gelungen ist, was die freie Atonalität versprach: musikalisch Geschichte zu schreiben, die nicht bloß Schein bleibt. Anhand exemplarischer Stationen der musikalischen Moderne wäre u.a. zu diskutieren:

  • warum die systematische Entfaltung der musikalischen Produktivkräfte allzuselten mit einem Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit einherging;
  • wie überhaupt kompositorische Autonomie denkbar ist, die objektiv, d.h. gesellschaftlich keinen Gegenpart und keinen Widerhall findet;
  • warum, im Vergleich zu anderen Kunstformen, die Avantgarde gerade in der Musik dem bürgerlichen Bewusstsein so ganz und gar äußerlich zu bleiben scheint;
  • wie es also kommt, dass eine Zäsur wie die Schönbergsche jetzt schon hundert Jahre andauern kann, ohne an Aktualität einzubüßen.
  • Die Veranstaltung richtet sich nicht bloß an musikalisch Vorgebildete, sondern genauso an Interessierte, die mit der Materie wenig vertraut sind; gedacht ist sie nicht zuletzt als Einführung sowohl in kritisch-theoretische Musikphilosophie als auch ins Hören Neuer Musik.

    Umfang der Veranstaltung ist ca. vier Stunden (je nach Diskussionslaune natürlich auch länger), Kaffee und Kekse sind vorrätig. Das Streichquartett op. 10 wird in der Einspielung des Arditti Quartetts und Dawn Upshaw (Sopran) vorgestellt. Wer sich gerne durch Lektüre vorbereiten möchte, den verweisen wir auf den Artikel zum Thema in der aktuellen Dezember-Ausgabe der Zeitschrift ‚Konkret‘.

    Referent: Lars Quadfasel

    Eine Veranstaltung der Hamburger Studienbibliothek in Zusammenarbeit mit der Blinzelbar.

    Gewissenhafte Werbung

    Da ich leider nicht im Dorf weilen werde, mache ich mal ganz gewissenhaft Werbung für folgende Party:

    Im Zeichen der Krise – Massenwahn und gewaltförmige Vergleichung in der Warengesellschaft

    Die ag antifa im Studierendenrat der MLU Halle führte am 27.November folgende Veranstaltung, passend zum Hype der (linken) Erklärugnsversuche der Krise, durch:

    Im Zeichen der Krise – Massenwahn und gewaltförmige Vergleichung in der Warengesellschaft
    Vortrag von Martin Dornis

    Die aktuelle Finanzkrise ließ nicht nur Politikern und Ökonomen das Blut in den Adern stocken. Der krisenhafte und von Anbeginn ideologische Charakter der kapitalistischen Gesellschaft wird offenkundig. Unter Linken wird plötzlich wieder Marx gelesen. Man hat sogar von einer »Lesebewegung« gehört. Aber mit Marx ist nicht nur kein Staat, sondern schon gar keine Bewegung zu machen. Es geht vielmehr um eine rücksichtslose Kritik der bestehenden Verhältnisse. Vor diesem Hintergrund soll im Vortrag über grundlegende Zusammenhänge von kapitalistischer Gesellschaft, politisch-ökonomischer Krisen, Staat und ideologischer Verarbeitung diskutiert werden. Was sagt die aktuelle Finanzkrise über die kapitalistische Gesellschaft?

    Martin Dornis ist freier Autor/Referent und wohnt in Leipzig. Er versteht sich als materialistischer Gesellschaftskritiker.

    Teil 1
    Dauer: 20:03 min

    Download unter freie-radios.net
    Teil 2
    Dauer: 34:09 min

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    Teil 3
    Dauer: 13:41 min

    Download unter freie-radios.net
    Teil 4
    Dauer: 20:37 min

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