Die lokal Zusammenrottung an AntiimperialistInnen, revolutionären AntifaschistInnen, Volksbefreiern und AntisemitInnen… Verzeihung: AntizionistInnen… mit dem Namen >A.L.I.< hat vor wenigen Tagen eine Auswertungen zu ihren zwei Veranstaltung in Göttingen und Osterrode veröffentlicht. Eigentlich nicht der Rede wert, jedoch konnte man in diesem Fall schon gespannt auf etwas derartiges Warten. Denn die Veranstaltung blieb in Göttingen nicht unkritisiert. Die Gruppen B17 und [a:ka]Göttingen führten vor dem Veranstaltungsort eine Kundgebung durch und in einem Flugblatt hierzu hieß es:
[…]
Hinter dem Bündnis “zusammen kämpfen” stehen keine anderen als die Gruppen AAMD (Autonome Antifa Magdeburg) und die GIS (Gruppe Internationale Solidarität). Diese sind gerade im vergangen Jahr (2007) durch ihr militant-antisemitisches Verhalten bundesweit bekannt geworden.
[…]
Zum anderen verbietet sich eine Zusammenarbeit mit diesen Gruppen auf Grund ihres antisemitischen Weltbildes. Dieses zeigt sich zum einen durch die Solidarisierung mit der Intifada palästinensischer Terrorgruppen und ihrem offen artikulierten Hass auf den Staat Israel. Diesen erklären die Magdeburger Antiimperialisten zum “Apartheidsregime” und unterstützen ideologisch und praktisch den “Volksaufstand gegen die Besatzung”, welcher nichts anderes als die Zerstörung des israelischen Staates bedeutet. Diese Zerstörung haben die Gruppen, mit welchen sich die Magdeburger Antiimperialisten in ihrer Begeisterung und Unterstützung der Intifada solidarisierenvii, wie beispielsweise die Hamas, in ihrer Charta klar festgelegt. Durch Selbstmordanschläge brachten selbige im Laufe der zweiten Intifada ihren Hass auf Juden und das Leben von Individuen zum Ausdruck. Zum anderen zeigt sich durch Parolen wie “Nie wieder Israel” und “Israel verrecke”, die Bezeichnung von israelsolidarischen AntifaschistInnen als “Nazis” und Angriffe auf Israelfahnen das antisemitische und antizionistische Weltbild dieser Gruppen.
Einer Debatte sowie jeglicher Zusammenarbeit mit diesen Gruppen ist entschieden entgegenzutreten. Eine Auseinandersetzung mit Personen, welche ein wahnhaftes Weltbild vertreten und mit aller möglichen Gewalt gegen emanzipative Linke vorgehen, lehnen wir grundsätzlich ab.
[…]
Weiterlesen…
Die nun von der >A.L.I.< veröffentlichte "Auswertung" stellt dann wohl den Verlust von jeglichem Realitätsbezug und wahnhaften Projektionen dar. Wir wollen im folgenden einfach mal den Text für sich selber sprechen lassen.
Aus der "Auswertung der Veranstaltung 'Ladenschluss' im Rahmen der antifaschistischen Kampagne 'Keine Geschäfte mit Faschisten'":
[…]
Wer nichts weiß muss alles glauben…
Unschöner Nebeneffekt der Veranstaltung war auch der Auftritt einiger Personen vor dem Veranstaltungsort in Göttingen. Eine Gruppe hatte im Vorfeld der Veranstaltung dazu aufgerufen „offensiv“ gegen diese und die TeilnehmerInnen vorzugehen. Der Vorwurf lautet, dass eine der als Referentin geladenen Gruppen
antisemitisch sei. Weiterhin wurden wir und andere GenossInnen als „antisemitische Schlägerbanden“ bezeichnet. Hier wurden also Sprache und Mittel gewählt, die sonst im Kampf gegen Neonazis von AntifaschistInnen gebraucht werden. Damit verlässt diese Gruppe jede Ebene einer politischen Auseinandersetzung. Hier wird der Unterschied zwischen Schlägerbanden, die Jüdinnen und Juden verfolgen und ermorden und dem Streit zwischen einem marginalen Anteil einer deutschen, politischen Strömungen und der linksradikalen Bewegung bewusst verwischt.
Wir verwahren uns gegen den Vorwurf des Antisemitismus gegen uns und Gruppen, die mit uns zusammenarbeiten. Vor Jahren haben wir uns bereits eindeutig hierzu positioniert (siehe GöDru Nr. 536 3/2006). Wir ziehen ganz klar die Linie bei dem Minimalkonsens, dass Israel, wenn nicht noch mehr, so doch wenigstens als direkte Konsequenz aus dem Holocaust, der jetzigen Heimat seiner Überlebenden und als Schutzraum und Macht gegen Antisemitismus, das Recht hat sich selbst und seine Existenz vor Angriffen zu schützen. Wir sind damit eine der wenigen Gruppen, die sich in Göttingen überhaupt und eindeutig zu dieser Thematik positioniert hat.
Ohne uns an den, anlässlich der Inszenierung vor dem Veranstaltungsort wieder hervorgeholten, Halbwahrheiten und Lügen abzuarbeiten stellen wir fest, dass das Bündnis “Zusammen kämpfen“ weder antisemitisch ist, noch solche Positionen vertreten hat. Wohl aber handelt es sich bei den Genossinnen und Genossen um
AntifaschistInnen, die sich in direkter Konfrontation mit den Faschisten befinden und das in einer Stadt in der es in den letzten Jahren fünf Morde durch Faschisten gegeben hat. Ihre Erfahrungen beim Einsatz unterschiedlicher Mittel und Wege bei der Bekämpfung von Faschisten war ausschlaggebend für die Entscheidung sie zu der Veranstaltung einzuladen.
Wir nehmen zur Kenntnis dass ein kleiner Kreis von Personen nach wie vor daran interessiert ist Politik gegen Linke zu machen, linke Politik anzugreifen und zu zerstören. Der Aufruf dieser Gruppe auch mit Gewalt gegen uns vorzugehen, die Beschimpfungen, sowie das Herbeilügen eines „Übergriffs“ sind Angriffe auf uns und unsere erfolgreiche Politik.
Es ist eine Unverschämtheit, dass sich in Göttingen deutsche Jugendliche auf dem Platz der Synagoge treffen, um, kurz vor dem 9. November und beobachtet von biertrinkenden Gaffern, die auf eine Schlägerei warten, gegen eine antifaschistische Veranstaltung zu lamentieren. Dass es diesem illustren Kreis, genauso wie den anwesenden Schaulustigen weniger um Israel oder den Kampf gegen Antisemitismus, sondern um Göttinger Szenefolklore geht, ist offensichtlich.
Die Akteure dieser Provokation haben sich von den Grundregeln linker politischer Arbeit verabschiedet, dies zeigt ihr Vorgehen gegen eine antifaschistische Veranstaltung. Noch weiter gehtdie Androhung dieser Gruppe und von beteiligten Personen, gegen uns mit Hilfe der Polizei, dem Klassenfeind,vorzugehen. Das wäre Verrat.
[…]
Kurz zuvor demonstrierte der Zusammenschluss in Magdeburg, pünktlich zum Naziaufmarsch am 17.Januar, seinen Gewalt- und Abstrafungsfetisch. In einer Plakatwand illustrierte man deutlich das eigene Selbstverständnis, was anscheind daraus besteht Personen den Kopf einzuschlagen und die eigene Scholle oder auch Kiez zu verteidigen.
Wie man dazu kommt im „ewig braune[n] Kacknest“ (PhaseZwei) Magdeburg Stadtteile als links zu deklarieren bleibt wohl auf Dauer Geheimnis der geistig Umnachteten.