Politik Austria Style

Attacken gegen Muzicant
Ein Kommentar des dritten Nationalratspräsidenten sorgt für Wirbel im Parlament – Mit Faksimile

Wieder einmal sorgt der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf für Aufregung im Parlament. Anlass ist ein Beitrag auf seiner Homepage (http://www. unzensuriert.at), in dem er heftige Attacken gegen den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, reitet. Kernsatz darin: Manche fragten sich schon, ob Muzicant nicht als „Ziehvater des antifaschistischen Linksterrorismus“ bezeichnet werden sollte, zitierte Glawischnig aus dem Beitrag.

Die Grünen brachten diese Aussage nun in einer Geschäftsordnungsdebatte an die parlamentarische Öffentlichkeit. Graf habe die Würde des Hauses und der Republik Österreich „eklatant beschädigt“, forderte Bundessprecherin Glawischnig eine Verurteilung der Attacken des Dritten Präsidenten.

Die anderen Fraktionen mit Ausnahme der Freiheitlichen schlossen sich dieser Position an. VP-Klubchef Karlheinz Kopf verurteilte die Ausführungen Grafs „aufs Schärfste“ und regte eine gemeinsame Erklärung aller fünf Fraktionen in der nächsten Präsidiale zu diesem Thema an. Auch SP-Klubobmann Josef Cap betonte, er lege wert auf eine entsprechende Erklärung. BZÖ-Vizeklubchef Peter Westenthaler distanzierte sich „ganz klar“ von der Äußerung seine früheren Parteikollegen. In solchen Fragen dürfe es kein Augenzwinkern geben.

Eine gemeinsame Erklärung aller Fraktionen dürfte jedoch nicht zustande kommen. Der freiheitliche Abgeordnete Lutz Weinzinger kann sich zumindest nicht vorstellen, dass die FPÖ hier mit den anderen Klubs zusammenfindet. Denn auch gegenüber der FPÖ würden ständig Grenzen überschritten und man werde dargestellt, als wären die Freiheitlichen Faschisten. Und von Muzicant werde die FPÖ soundso immer als das Allerletzte behandelt, beklagte Weinzinger. (APA)

(Quelle: Der Standard)

Graf-Aussagen – Strache attackiert Muzicant, Graf ‚Opfer‘
Muzicant gieße „seit Jahren Öl ins Feuer“

Wien (APA) – FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf verteidigt und gleichzeitig den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, attackiert. Politische Mitbewerber und Muzicant, „der sich in der Öffentlichkeit wie ein Parteipolitiker geriere“, würden „laufend unhaltbare, skandalöse und parteipolitisch motivierte Beschimpfungen gegen die FPÖ und gegen führende FPÖ-Vertreter vom Stapel lassen“, kritisierte Strache in einer Aussendung. Die FPÖ werde werden es sich auch „nicht nehmen lassen, diese bewusste und methodische Hetze zurückzuweisen“.

Muzicant gieße „seit Jahren Öl ins Feuer“, reagiere aber „äußerst wehleidig, wenn er selbst kritisiert“ werde, so Strache. „Muzicant hält sich für eine moralische Instanz, knüppelt aber alles, was ihm nicht passt, mit der verbalen Faschismus- und Antisemitismus-Keule nieder.“ Es sei „hier das Opfer Graf zum Täter umstilisieren“ worden, sagte Strache und wies auch den Antisemitismus-Vorwurf zurück.

(Quelle: IKG Wien)

Passend dazu der neue Rap-Track von H.C. Strache zur EU-Wahl. Alles einfach ohne Worte…

Schon mal auf das kommende Semester freuen, deutscheres Deutschland ich komme…


1 Antwort auf “Politik Austria Style”


  1. 1 cosmomob# 29. Mai 2009 um 18:17 Uhr

    also der track is ja der kracher.
    und das geilste, er liest den text ab. der spiegelt sich ja in seiner chicen sonnenbrille

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.