Archiv der Kategorie 'Vorträge/etc'

Krise und Kritik

Die Gruppe Kritikmaximierung veranstaltet aktuell die Veranstaltungsreihe „Krise und Kritik“, wovon es nun die erste als Mitschnitt online gibt. Gerhard Stapelfeldt referiert auf der ersten Veranstaltung zum Thema „Krise und Kritik“.

Folgen wird noch die Veranstaltung „Der Staat in der Krise“ am 3.Februar im Golden Pudel Salon mit JustIn Monday.
Stattgefunden hatte außerdem am 15.Januar der Vortrag „Im Zeichen der Krise“ mit Martin Dornis.
Von diesen beiden Veranstaltungen wird es wohl auch glücklicherweise Mitschnitte geben…

Krise und Kritik
Im 19. Jahrhundert galten Krisen im sozialdemokratischen, anarchistischen und kommunistischen Milieu als Angelpunkte gesellschaftlich-fundamentaler Umwälzungen. Geriet die reibungslose Kapitalverwertung ins Stocken – so dachte man – würden die Menschen die gesellschaftlichen Verhältnisse als schlechte erkennen und sich umgehend an ihre revolutionäre Abschaffung machen. Die Phantasie, den taumelnden Kapitalismus freudestrahlend die Treppe herunter zu stoßen, hat sich mittlerweile jedoch gründlich erledigt. Spätestens mit dem Nationalsozialismus dämmerte der Linken, dass die Verarmung und Verelendung der Massen in der Krise nicht ohne weiteres emanzipatorische Gesellschaftskritik hervorbringt. Statt der Gründung des »Vereins freier Menschen«, fanden gerade die Deutschen in der Krise als Volksgemeinschaft im Vernichtungsrausch zueinander. Mit Gerhard Stapelfeldt wollen wir diskutieren, wie es sich mit der Konstellation von Krise, Kritik und Revolution heute verhält. Diese theoretisch zu klärende Frage wird beantworten, ob die Linke derzeit tatsächlich optimistisch auf Zulauf hoffen darf.

Teil 1
Dauer: 17:25 min

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Teil 2
Dauer: 23:31 min

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Teil 3
Dauer: 24:35 min

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Teil 4
Dauer: 26:26 min

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Teil 5
Dauer: 26:26 min

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Im Zeichen der Krise – Massenwahn und gewaltförmige Vergleichung in der Warengesellschaft

Die ag antifa im Studierendenrat der MLU Halle führte am 27.November folgende Veranstaltung, passend zum Hype der (linken) Erklärugnsversuche der Krise, durch:

Im Zeichen der Krise – Massenwahn und gewaltförmige Vergleichung in der Warengesellschaft
Vortrag von Martin Dornis

Die aktuelle Finanzkrise ließ nicht nur Politikern und Ökonomen das Blut in den Adern stocken. Der krisenhafte und von Anbeginn ideologische Charakter der kapitalistischen Gesellschaft wird offenkundig. Unter Linken wird plötzlich wieder Marx gelesen. Man hat sogar von einer »Lesebewegung« gehört. Aber mit Marx ist nicht nur kein Staat, sondern schon gar keine Bewegung zu machen. Es geht vielmehr um eine rücksichtslose Kritik der bestehenden Verhältnisse. Vor diesem Hintergrund soll im Vortrag über grundlegende Zusammenhänge von kapitalistischer Gesellschaft, politisch-ökonomischer Krisen, Staat und ideologischer Verarbeitung diskutiert werden. Was sagt die aktuelle Finanzkrise über die kapitalistische Gesellschaft?

Martin Dornis ist freier Autor/Referent und wohnt in Leipzig. Er versteht sich als materialistischer Gesellschaftskritiker.

Teil 1
Dauer: 20:03 min

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Teil 2
Dauer: 34:09 min

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Teil 3
Dauer: 13:41 min

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Teil 4
Dauer: 20:37 min

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Gesammeltes #20

  • Mitschnitte der Veranstaltungsreihe „Zur Verunglimpfung der deutschen Nation
  • Zum Ausschluß des Ca Ira Verlags bei den „Linken Buchtagen“
  • Weiteres zu Dresden im Februar

  • Mitschnitte der Veranstaltungsreihe „Zur Verunglimpfung der deutschen Nation

    Die von der Gruppe B17 in Göttingen durchgeführte Veranstaltungsreihe wurde in der vergangenen Woche mit einer Diskussionsveranstaltung beendet.
    Nun sind auf der Homepage der Gruppe die Mitschnitte von drei Veranstaltungen zum Herunterladen bereit gestellt worden. Außerdem wird auf weitere Texte der ReferentInnen verwiesen.
    Von folgenden Veranstaltung gibt es Mitschnitte:

  • JustIn Monday „Arbeitswahn, Krise und Wirtschaftspolitik – Zum verkehrten Zusammenhang von Politischer Ökonomie und deutschen Zuständen“
  • Sonja Witte „Nationales Vergangenheitsrecycling – Die postnazistische Allianz der Generationen im deutschen Kollektiv“
  • Diskussionsveranstaltung mit Lars Quadfasel (Hamburger Studienbibliothek) und einem Referenten des [a:ka] Göttingen „Vom Antifa-Sommer zum Irak-Krieg – Die Transformation des deutschen Nationalismus“
  • zur Homepage der Gruppe B17

    Zum Ausschluß des ça ira Verlags bei den „Linken Buchtagen“

    Nach dem Ausschluss des ça ira Verlags, welcher in der JungenWelt abgefeiert wurde (hxxp://www.jungewelt.de/2008/11-17/049.php), gibt es nun auch eine Reaktion des Verlages. Zusammen mit der AG Kritische Theorie veröffentlichte der Verlag nun eine polemische, aber sehr pointierte, Stellungnahme. (Der Blog Analyse, Kritik & Aktion spricht passend von „Informativ, erfrischend und durchaus lesenwert wird ihr Standpunkt klar und provokant erläutet.„)

    (…)“Die Kritik ist der Kopf der Leidenschaft”, schreibt Marx irgendwo, und man kann ganz sicher sein, daß kein “Bahamas”-Redakteur jemals der Ditfurth ihr “Steckenpferd” vorwerfen wird. Daß die Kritik doch wohl oft ins Schwarze trifft, läßt sich aus der Heftigkeit der Reaktionen schließen. Jedes Hantieren mit Denunziationen und Beschimpfungen zeigt nur umso mehr die Unfähigkeit und den Unwillen, sich mit der Kritik auseinander zu setzen, welche die Bahamas regelmäßig und mit großer Sorgfalt veröffentlicht. Das sich ständig beleidigt Fühlen jener berufsmäßigen Feinde der Bahamas agiert nach dem projektiven Modus der “verfolgenden Unschuld”.

    Der Antizionismus und der Haß auf Israel, den die “junge Welt” schürt, zeugen allerdings nicht einmal von einer “Leidenschaft des Kopfes”, sondern von den ordinären Machenschaften der Linksdeutschen.
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    Außerdem hat das Freie Sender Kombinat mit Joachim Bruhn vom ça ira Verlag und einem Vertreter der AG Kritische Theorie eine Telefonkonferenz geführt.

    Dauer: 25:59 min

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    Weiteres zu Dresden im Februar

    In einem Vorstellungstext des Vorbereitungskreis 13. Februar 2009 wurde nun aus dem Kreis der Antifagruppe Venceremos klar Stellung genommen zu dem linken Geschichtsrevisionismus aus denen sich selbst als humanistisch, antimilitaristischen und anarchistischen bezeichnenden Kreisen.

    (…)
    In Abgrenzung zu unserer Kritik am Dresden-Gedenken hat sich in diesem Jahr ein weiterer linker Vorbereitungskreis gegen die Naziaufmärsche, mit dem Fokus auf den 14. Februar, gebildet. Dieser verteidigt das Dresdner Gedenken als „das gute Recht der Hinterbliebenen“ zur Trauer um die getöteten Deutschen und fordert alle Deutschen, die „weit älter als 80 Jahre sind“, dazu auf, „sich [zu] fragen, ob sie denn alles Mögliche getan haben, um der deutschen Terrorherrschaft ein Ende zu setzen“ (Positionspapier des Vorbereitungskreis „No Pasaran“ auf h__p://dresden1302.noblogs.org/post/2008/11/04/positionspapier, Stand 13.11.) Solche inhaltlichen Positionierungen weisen unseres Erachtens eine unerhörte Kritiklosigkeit auf; sowohl gegenüber dem historischen Nationalsozialismus wie auch dem, was am 13. Februar alljährlich in Dresden passiert. Der deutsche Opfermythos wird hier durch eine konformistische Mythenbildung von linker Seite gestützt. In jeder Hinsicht unfähig, die Manifestation deutscher Ideologie am 13. Februar auch nur zu benennen, kommt sich die linke Nachwuchs-Extremismustheorie noch nicht einmal lächerlich dabei vor, wenn die uralten „Vorwürfe“ des Gedenkens gegen die antifaschistische Kritik: diese würde „auf den Toten herumtrampeln“ und diese „abfeiern“, kopiert werden – ganz im Sinne der gängigen Rede vom „Missbrauch des Gedenkens durch links und rechts“. Ein solcher Mangel an Differenzierungsvermögen schlägt sich nur folgerichtig im falschen Wunsch eines Gedenkens an „alle Opfern“ nieder – wenn ein „wahrhaftiges Erinnern“ eingefordert wird, in welchem am 13. Februar den „deutschen Opfern“ – natürlich ideologisch unvereinnahmt – und zu gegebenen Anlass ebenso den Opfern des Nationalsozialismus gedacht wird (vgl. ebd.). Das geschichtsrevisionistische Dresdner Gedenken an „deutsche Opfer“ soll so durch das richtige Rahmenprogramm legitimiert werden – als hätte es jahrelange linke Auseinandersetzungen mit deutschem Geschichtsrevisionismus nie gegeben! Eine „linke“ Variante des Gedenkens an „deutsche Opfer“ ist mit uns nicht zu haben. Die gewandelte Fortexistenz des bürgerlichen Gedenkens muss vielmehr zum Anlass genommen werden, die Kritik am falschen deutschnationalen Geschichtsbewusstsein fortzuführen und zu schärfen. Die Auseinandersetzung mit davon kaum unterscheidbaren linken Welterklärungsmustern wird darin einen zentralen Platz einnehmen.
    (…)
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    Bini Adamczak „Gestern Morgen“

    Bini Adamczak hat Leipzig mit ihrem zweiten Buch „Gestern Morgen“ besucht. Im ersten Kapitel und während der Lesung nähert sie sich auf poetischen Wegen der Frage, wie und warum man sich heute noch affirmativ zum Begriff des Kommunismus positionieren kann und sollte, obwohl in dessen Namen so viele Menschen, die sich eben zu diesem bekannten, umgebracht und verfolgt wurden. In der darauffolgenden Diskussion werden zum einen die Thesen des Buches noch mal pointiert dargestellt und zudem weite Felder eröffnet, die uns vom Verhältnis von Schrift und Wirklichkeit(en) über Fragen zum Verhältnis von Kommunismus, Freiheit und Staat bis zu geschichtsphilosophischen Ausblicken führen.

    Dauer: 103:03 min

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    Das Freie Sender Kombinat hatte im November 2007 mit Bini Adamczak ein Studiogespräch zum neuen Buch geführt, welches mehr als hörenswert ist. Dieses ist im damaligen Beitrag anzuhören…

    Der Neoliberalismus ist tot – Es lebe der Kapitalismus!

    Mitschnitt der Veranstaltung „Der Neoliberalismus ist tot – Es lebe der Kapitalismus!“ der JungleWorld am 5.November in Berlin, mit den Referenten:
    • Michael Heinrich(politwissenschaftler, redaktion prokla)
    • Franziska Drohsel (Bundesvorsitzende der Jusos in der SPD)
    • Thomas Ebermann (Autor, ehemaliger Fraktionssprecher der Grünen)

    Teil 1
    Dauer: 29:05 min

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    Teil 2
    Dauer: 25:38 min

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    Teil 3
    >Dauer: 30:07 min

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    Teil 4
    Dauer: 30:37 min

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    Teil 5
    Dauer: 22:17 min

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    Teil 6
    Dauer: 16:48 min

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